Einfluss von Neurotrophinen auf Phagozytose und Chemokin Rezeptor Expression Dendritischer Zellen

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Dendritische Zellen verbinden die unspezifische mit der spezifischen Abwehr. Damit sind sie vielleicht die wichtigsten Zellen in unserem Immunsystem. Während ihrer Reifung verändert sich ihr Funktionsprofil. Sie entwickeln sich von stark phagozytierenden Zellen, also Zellen der unspezifischen Abwehr, zu speziellen Antigen-präsentierenden und T-Lymphozyten stimulierenden Zellen, wodurch sie eine spezifische Immunantwort auslösen. Durch die Möglichkeit diese Zellen zu isolieren und sie in vitro auf ein bestimmtes Antigen zu sensibilisieren, könnten diese Zellen in naher Zukunft zu einem wichtigen Bestandteil in der Therapie verschiedenster Erkrankungen werden, indem sie, wieder in den Körper eingebracht, eine spezifische Immunantwort gegen dieses Antigen auslösen. In dieser Arbeit wurde nun eine mögliche Einflussnahme des Nerve Growth Factor über seinen Rezeptor TRKA auf die Phagozytose und das Migrationsverhalten der Dendritischen Zellen bzw. auf Veränderungen der Oberflächeneigenschaften getestet. Dazu wurden die Dendritischen Zellen zunächst an Hand ihrer Oberflächenantigene charakterisiert. Anschließend erfolgte mit diesen Zellen, in Übereinstimmung mit der Literatur, die Darstellung der Veränderung der Phagozytose und der Genexpression für Chemokinrezeptoren im Laufe der Entwicklung der Dendritischen Zellen. Um nachzuweisen, ob eine Einflussnahme der Neurotrophine auf die Dendritischen Zellen zu erwarten ist, wurde zunächst, mithilfe der RT-PCR, das Vorhandensein von mRNA für die entsprechenden TRK-Rezeptoren auf Dendritischen Zellen nachgewiesen. Dies gelang am zuverlässigsten für den TRK-A-Rezeptor, so dass die wichtigsten Versuche nur mit NGF, welches auch bei anderen phagozytierenden Zellen eine modulierende Wirkung zeigt,durchgeführt wurden. Unter NGF-Inkubation konnte eine Verbesserung der Phagozytose der reifen Dendritischen Zellen nachgewiesen werden. Dieser Einfluss ließ sich jedoch in einer Varianzanalyse nicht eindeutig statistisch belegen. NGF veränderte auch die Genexpression für Chemokinrezeptoren: Besonders interessant ist hier der regelmäßige Anstieg des CCR7 bei den unreifen Dendritischen Zellen. Hierdurch könnte eine Veränderung im Migrationsverhalten ausgelöst werden. Sollten unreife Dendritische Zellenhierdurch schneller zu den sekundären Lymphorganen gelangen können, wäre dies ein guter Ansatz zur Modulation der Therapie mit Dendritischen Zellen. Ein anderer Aspekt ist die Veränderung der Expression des Oberflächenmarkers CD14 durch NGF. Dieser Marker fällt im Laufe der Reifung der Dendritischen Zellen deutlich ab, wobei der Abfall scheinbar durch NGF behindert wird, was eine verlangsamte Ausreifung bedeuten könnte. Jedoch ist auch dieser Effekt nicht statistisch belegbar und nu in kleinen Versuchsreihe nachgewiesen. Dieser Verlangsamung der Ausreifung steht die Vermehrung der Genexpression für die Chemokinrezeptoren, welche bei den unreifen Dendritischen Zellen die Migration in Richtung sekundärer Lymphorgane steuern, entgegen. Dies wäre ein Zeichen für eine beschleunigte Reifung. Durch die Kombination dieser Effekte kann man vielleicht auch auf eine insgesamt verbesserte Wirkung der Dendritischen Zellen durch Inkubation mit NGF schließen, wodurch die Wirkungen von unreifen und reifen Dendritischen Zellen miteinander kombiniert werden könnten. Ob dies wirklich eine Verbesserung der Funktionsweise der Dendritischen Zellen bringt, müsste jedoch durch Untersuchung weiterer Funktionen der Dendritischen Zellen wie zum Beispiel tatsächliches Migrationsverhalten oder Veränderungen in der Stimulation von T- und B-Zellen definitiv dargestellt werden.

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Giessen : VVB Laufersweiler 2007

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