Gestörte Prozessierung der hydrophoben Surfactantproteine bei der Idiopathischen Pulmonalen Fibrose
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Zusammenfassung
Die Idiopathische Pulmonale Fibrose (IPF) ist durch einen progressiven Ersatz des normalen Lungengerüstes durch fibrotisches Bindegewebe gekennzeichnet, mit einer resultierenden Zunahme der alveolo-kapillären Diffusionsstrecke und einer Abnahme der Compliance (Dehnbarkeit) der Lunge. Klinisch kommt es hierdurch zu Dyspnoe und zu einer zunehmenden Einschränkung der Belastbarkeit.Vorausgegangene Untersuchungen bei familiärer IPF konnten Mutationen von Protei-nen des Surfactant-Systems aufdecken, darunter Mutationen im Surfactantprotein (SP)-C, SP-A oder im Lipidtransporter ABCA3. In dieser Arbeit sollte daher die Regula-tion und die Prozessierung von Surfactant-Komponenten, hier v. a. der Surfactantpro-teine und -phospholipide, in der bronchoalveolären Lavage (BAL) und im Lungenho-mogenat von Patienten mit sporadischer IPF gemessen und mit fibrosierender NSIP, COPD und gesunden Probanden bzw. Spendern verglichen werden. Die Protein- und Genanalysen erfolgten mittels Western Blot und Polymerase-Kettenreaktion, das Phospholipidprofil wurde mit dem Verfahren der Dünnschichtchromatographie (HPTLC) bestimmt.Im Vergleich zu den Kontrollen und zu COPD-Patienten konnte bei sporadischer IPF eine Reduktion der maturen Surfactantproteine SP-A, SP-B und SP-C in der BAL so-wie im Lungenhomogenat dargestellt werden. Dagegen fand sich hier eine Akkumulati-on von pro-SP-C, C- sowie N-pro-SP-B als inkomplett prozessierte Proteinvorstufen, und zwar zum Zeitpunkt der Diagnose wie auch der Transplantation. Korrespondierend hierzu konnte eine Reduktion der für die Surfactant-Prozessierung wichtigen Enzyme Napsin A und Kathepsin H auf Protein-, im Falle von Napsin A auch auf Aktivitätsebene dargestellt werden.Analysen der Phospholipidfraktion ergaben für die IPF und die fibrosierende NSIP sig-nifikant reduzierte Mengen an Gesamt-Phospholipiden, Phosphatidylglycerol und auch Phosphatidylcholin, passend hierzu war auch die Expression der für die Phospholipidsynthese wichtigen Enzyme FAT/CD36 und CCT a reduziert.Zusammenfassend lassen sich bei Patienten mit sporadischer IPF, in gewissem Um-fang auch bei fibrosierender NSIP, nicht aber bei Kontrollen und COPD-Patienten, gra-vierende Veränderungen des Surfactant-Systems mit eingeschränkter intrazellulärer Prozessierung und gestörter Zusammensetzung nachweisen. Die Folgen dieser Stö-rungen könnten eine Stressreaktion der alveolären Typ-II-Zelle und eine gestörte Oberflächenspannungsregulation in der Alveole sein und zu der Entwicklung einer Lungenfibrose beitragen.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
