Die Rolle des FcgammaRezeptors IIa HR131 - Polymorphismus bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit und Myokardinfarkt
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Zusammenfassung
In der hier vorgestellten Studie sollte der mögliche Zusammenhang zwischen Atherosklerose und dem Polymorphismus H/R131 am FcgammaRezeptor IIa überprüft werden. Mehrere Ursachen der Atheroskleroseentstehung sind bereits bekannt, jedoch sind viele der Atherosklerose zugrundeliegenden pathophysiologischen Mechanismen noch nicht bzw. noch nicht vollständig erforscht. Der Polymorphismus am FcgammaRezeptor IIa ist klinisch relevant. Abhängig vom Genotyp gibt es veränderte Bindungsfähigkeiten für Immunglobuline. Verschiedene Erkrankungen wurden mit dem Polymorphismus in Zusammenhang gebracht. Besonders Erkrankungen mit verstärkter Gerinnung und verminderter Immunabwehr sind von klinischer Bedeutung. Bei der Atheroskleroseentstehung spielen Gerinnungsveränderungen und autoimmunologische Prozesse ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Studienpopulation setzte sich aus einem Kontroll- und einem Fallkollektiv zusammen. Es wurden insgesamt 3077 Probanden untersucht. Das Kontrollkollektiv machte 535 Probanden, das Fallkollektiv 2542 Patienten aus. Bei den Probanden wurde außer der Genotypbestimmung mittels PCR auch Untersuchungen vorgenommen, die eine Abschätzung des Risikos für eine koronare Herzerkrankung möglich machen. Die statistischen Untersuchungen wurden mit Hilfe von SPSS vorgenommen. Entgegen den Erwartungen konnten die Ergebnisse der hier vorliegenden Studie die wichtige Rolle des Rezeptors bei der Atheroskleroseentstehung nicht stützen. Die Verteilung der FcgammaRIIa-Genotypen ergab in der Gesamtpopulation in bezug auf das KHK Risiko, dem KHK - Schweregrad und dem Myokardinfarktrisiko keine signifikanten Unterschiede. Lediglich in wenigen Untergruppen konnte ein Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und dem FcgammaRIIa R131 - Allel festgestellt werden. Bei diesen Untergruppen handelte es sich um Patienten höheren Alters mit einem niedrigen Atheroskleroserisiko. Die Bedeutung des Polymorphismus ist in dieser Population für die Atherosklerose von untergeordneter Bedeutung. Eine Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Atherosklerose und dem FcgammaRezeptors IIa HR131 Polymorphismus erscheint jedoch in einer Studie mit prospektiven Design und in anderen Populationen als sinnvoll.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
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Anmerkungen
Erstpublikation in
Thrombosis and Haemostasis; 90.2003, S. 1218-1220
