Infektiosität von Hepatitis-B-Virus Genotyp F- und H-pseudotypisierten Hepatitis-Delta-Viren und deren Neutralisierbarkeit durch humane und tierische Impfseren nach Hepatitis-B-Impfung

dc.contributor.advisorGlebe, Dieter
dc.contributor.advisorRoeb, Elke
dc.contributor.authorLopez Pautz, Nadia Katharina
dc.date.accessioned2026-05-18T11:56:25Z
dc.date.issued2026
dc.description.abstractDie HBV-Infektion zählt zu den häufigsten Viruserkrankungen weltweit und endet in ihrer chronischen Form häufig in einer Leberzirrhose, welche oft in ein HCC mündet. HBV kann parenteral, sexuell oder auch perinatal übertragen werden. HDV, ein Satellitenvirus des HBV, benutzt die Oberflächenproteine (HBsAg) des HBV in HDV/HBV-koinfizierten Zellen zur Umhüllung und Infektion von Hepatozyten. Die HDV-Superinfektion von HBV-infizierten Patienten verschlimmert die Lebererkrankung erheblich. Aufgrund der eingeschränkten Heilungsmöglichkeiten einer chronischen HBV-Infektion ist die Impf-Prävention essenziell im Kampf gegen HDV und HBV. Das aktuell verwendete HBV-Zweit-Generations-Vakzin wird rekombinant in Hefezellen hergestellt, beinhaltet nur das SHBs des HBV-Subgenotyps A2 und induziert neutralisierendes anti-HBs. Dennoch besteht ein Infektionsrisiko durch impfstoffferne HBV-Genotypen oder immunologische Escapevarianten. Dritt-Generations-Vakzine beinhalten meist das komplette HBsAg (LMS), das ein breiteres Epitop-Spektrum aufweist und anti-LMS-Antikörper induziert. Die Impfung kann daher eine robustere und länger anhaltende Immunreaktion gegen HDV/HBV auslösen. Es ist daher von großem Interesse unterschiedliche HBV (Sub)-Genotypen und häufig auftretende Escapemutationen auf ihre HDV/HBV-Infektiosität und Neutralisierbarkeit durch Antikörper nach Impfung mit Zweit- und Dritt-Generations-Vakzinen zu untersuchen. In der vorliegenden Arbeit wurde HBsAg der zwei divergentesten HBV-Genotypen F und H in Hepatomzellen exprimiert und die Sekretion von HBsAg, sowie dessen Antigenität durch unterschiedliche diagnostische Nachweismethoden überprüft. Es wurden psHDV produziert, welche erfolgreich HDV/HBV-suszeptible Hepatomzellen infizieren konnten. Um darzustellen, ob bekannte Escapemutationen einen Einfluss auf die HBsAg-Produktion, Infektiosität und Neutralisierbarkeit von HDV haben, wurden die Mutationen P120Q, Q129P und G145R im Kontext des HBV-Subgenotyps F3 untersucht. Anti-LMS neutralisierte dabei besser als Anti-S-Vergleichssera, insbesondere bei den Genotypen F und H. Die Neutralisation durch Anti-S zeigte einen unzureichenden Effekt bei den untersuchten Escapemutationen. Durch Boostern mit einem Zweit-Generations-Vakzin kann die Konzentration an Anti-HBs im Vergleich zum herkömmlichen Impfschema vermutlich gesteigert werden. Eine Steigerung der Neutralisationsqualität des Anti-S, welches durch Boostern induziert wurde, konnte nicht gezeigt werden.
dc.identifier.urihttps://jlupub.ub.uni-giessen.de/handle/jlupub/21531
dc.identifier.urihttps://doi.org/10.22029/jlupub-20878
dc.language.isode
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/page/InC/1.0/
dc.subjectHepatitis B
dc.subjectHepatitis D
dc.subjectHBV
dc.subjectHDV
dc.subjectVakzin
dc.subject.ddcddc:610
dc.titleInfektiosität von Hepatitis-B-Virus Genotyp F- und H-pseudotypisierten Hepatitis-Delta-Viren und deren Neutralisierbarkeit durch humane und tierische Impfseren nach Hepatitis-B-Impfung
dc.typedoctoralThesis
dcterms.dateAccepted2026-04-30
local.affiliationFB 11 - Medizin
thesis.levelthesis.doctoral

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