Diese Arbeit diente der Methodenoptimierung zur Identifizierung exkretorisch-sekretorischer Proteine des Nematoden C. elegans sowie der Untersuchung der Effekte von RNA-Interferenz knock-downs der drei ausgewählten Proteine GalNAc-Transferase GLY-10 sowie der Aspartylproteasen ASP-2 und ASP-6 auf die Zusammensetzung des Sekretoms.Die Proteine aus dem Sektretom von C. elegans wurden durch ein- und zweidimensionale Gelelektrophorese aufgetrennt. Nach in-gel Verdau mit Trypsin wurden die Proteine mittels Massenspektrometrie identifiziert. Durch die Methodenoptimierung bei der Probenaufreinigung konnte die Zahl der identifizierbaren Proteine deutlich gesteigert werden.Zusammengefasst lässt sich sagen, dass nach den RNAi knock-downs eine geringere Anzahl an Proteinen identifiziert werden konnte als in den Sekretomen aus dem ersten Teil der Arbeit oder dem Sekretom des leeren Kontrollvektors. Es zeigte sich auch eine deutliche Verschiebung innerhalb der funktionellen Proteinklassen. Es dominierten Struktur- und Stoffwechselproteine, während vor allem nach dem ASP-6- und GalNAcT knock-down hauptsächlich Proteine mit bislang unbekannter Funktion identifiziert wurden. Bemerkenswert war die Identifikation von Chaperonen nach GalNAcT knock- down , welche in keinem anderen Experiment identifiziert werden konnten.Die Ergebnisse zeigen, dass die untersuchten Aspartylproteasen und die GalNAc-Transferase große Bedeutung für die Zusammensetzung des Sekretoms haben. Daraus lässt sich die Hypothese ableiten, dass die Verwendung von Protease- oder Glykosylierungsinhibitoren ein interessanter und vielversprechender Ansatzpunkt für die Entwicklung neuer Bekämpfungsstrategien hinsichtlich parasitärer Erkrankungen darstellt, da hiermit evtl. das immunmodulatorische Potential der Sekretome signifikant verändert und die Überlebensfähigkeit parasitärer Nematoden herabgesetzt werden könnte.
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