Neurokognitiver Status nach Extracorporaler Membranoxygenierung aus kardialer Indikation im Kindesalter

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http://dx.doi.org/10.22029/jlupub-14769

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Ziel dieser Arbeit war es, Art, Häufigkeit und Ausmaß von neurologischen, kognitiven und psychosozialen Beeinträchtigungen bei Kindern nach ECMO-Therapie aus kardialer Indikation zu evaluieren.Einschlusskriterien waren die Durchführung einer ECMO im Kindesalter aus kardialer Indikation im Kinderherzzentrum Gießen im Zeitraum zwischen dem 01.12.2000 und 31.12.2012 sowie ein Lebensalter zwischen 5 und 18 Jahren bei Studienbeginn. Der Patientengruppe wurde eine nach Alter, Geschlecht und Schulabschluss beider Elternteile parallelisierte Kontrollgruppe gegenübergestellt.Es wurden mithilfe standardisierter Testverfahren der Intelligenzquotient als Hauptzielparameter sowie das Aufmerksamkeitsniveau, die motorischen Fähigkeiten und der neurologische Status der Kinder erfasst. Mögliche psychosoziale Schäden wurden mit standardisierten Elternfragebögen zu Verhaltensauffälligkeiten und Lebensqualität ihrer Kinder, sowie Selbstbeurteilungsbögen zur psychischen Belastung der eigenen Person erfragt.Es zeigte sich in der Patientengruppe ein signifikant niedrigerer Intelligenzquotient als in der Kontrollgruppe. Die Ergebnisse beider Gruppen im Aufmerksamkeitstest unterschieden sich nicht signifikant voneinander. In der neurologischen und motorischen Untersuchung zeigte die Patientengruppe ein signifikant schlechteres Ergebnis als die Kontrollgruppe. In der motorischen Untersuchung war auffällig, dass bei knapp 50 Prozent der Patienten ein therapiebedürftiger Befund erhoben wurde. Bei den allgemeinen Verhaltensauffälligkeiten ließ sich kein Unterschied zwischen den beiden Gruppen feststellen. Es fand sich, dass Kinder nach ECMO häufiger soziale und Aufmerksamkeitsprobleme haben und dass der körperliche und psychische Gesundheitszustand der Patientengruppe niedriger war im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die psychische Belastung der Eltern unterschied sich in beiden Gruppen nicht voneinander.Konkrete Risikofaktoren für eine eingeschränkte neurokognitive Prognose konnten aufgrund der kleinen Stichprobe nicht identifiziert werden. Insgesamt weisen die Ergebnisse darauf hin, dass bei Kindern nach ECMO aus kardialer Indikation ein erhöhter Förderbedarf zur Verbesserung ihrer motorischen und kognitiven Fähigkeiten besteht.

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