Der Einfluss von Zinn und Fluorid auf die Adhäsion eines selbstätzenden Dentinadhäsivs an Schmelz und Dentin bei Erosionspatienten/-innen (m/w/d) : eine in-vitro-Simulation
Fluoride in Kombination mit Zinnionen haben sich als effektive Therapie für erosive Schmelzläsionen erwiesen. Im Dentin hingegen ist ihre Effektivität eingeschränkt. Als ergänzende Therapie können im Dentin kompositbasierte Materialien verwendet werden, mit denen Dentinläsionen zumindest zeitweilig abgedeckt werden können. Es zeigte sich, dass mit Zinn angereicherte Zahnhartsubstanzen einen besonders stabilen Verbund mit einem Dentinadhäsiv, das ein funktionales Monomer (MDP) enthält (ClearfilTM SE Bond, Kurashiki, Okayama, Japan) eingehen können, sodass Füllungen suffizient verankert werden. Ob jedoch auch einfache Beschichtungen mit diesem Adhäsiv von mit Zinn angereicherten Schmelz- und Dentinoberflächen auch unter erosiven und erosiv-abrasiven Bedingungen stabil und damit für eine symptomatische Therapie von Erosionen geeignet sind, konnte bisher nur für das Substrat Dentin in Kurzzeitversuchen gezeigt werden.Die vorliegende in-vitro-Studie sollte daher untersuchen, ob Beschichtungen mit dem MDP-haltigen Adhäsiv sowohl am Schmelz als auch am Dentin auch unter erosiven und erosiv-abrasiven in vitro Langzeitbedingungen stabil sind. Dabei wurden verschiedene Vorbehandlungen vor Applikation des Adhäsivs miteinander verglichen (keine Vorbehandlung (Kontrolle), konditionieren mit 35%igem Phosphorsäuregel (H3PO4), Applikation einer kommerziell erhältlichen zinnhaltigen Mundspüllösung (125 ppm AmF, 375 ppm NaF, 800 ppm Sn2+, pH 4.5; Elmex® Erosionsschutz) und Applikation einer zusatzstofffreien experimentellen F/Sn Lösung (500 ppm F-, 800 ppm Sn2+, pH 4.5; F/Sn-Lösung). Die Nullhypothese lautete, dass keine der Vorbehandlungen negativen Einfluss auf den Verschleiß von adhäsiven Beschichtungen unter erosiven und erosiv-abrasiven Bedingungen ausübte.
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