Effektivität von Akupunktur in der postoperativen Analgesie nach endoprothetischem Ersatz des Hüftgelenks

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In einer randomisierten, Patienten-, Untersucher- und Statistiker-blinden Studie sollte die Wirkung von Meridianakupunktur als Zusatztherapie zur medikamentösen Standardtherapie bei postoperativen Schmerzen nach HTEP-Op untersucht werden. Gemäß der im Studienprotokoll definierten Ein- und Ausschlusskriterien wurden 60 Patienten, für die eine HTEP-Op in der operativen Abteilung einer orthopädischen Praxis geplant war, ausgewählt und mittels Randomisation der Verum- und der Kontrollgruppe zugewiesen. Wie im Studienprotokoll festgelegt, erhielten beide Gruppen an zehn Tagen während des stationären Aufenthaltes, je einmal pro Tag, eine 20minütige Akupunkturbehandlung an einem definierten Punkteschema. Die 30 Patienten der Kontrollgruppe wurden mit "Teleskop-Placebonadeln" und die 30 Patienten der Verumgruppe mit herkömmlichen Akupunkturnadeln behandelt. Bei den "Teleskop-Placebonadeln" handelt es sich um eine wissenschaftlich anerkannte nicht invasive Scheinakupunkturmethode. Jeweils am Abend wurde von einem verblindeten Untersucher mittels Numerischer-Rating-Skala die Schmerzintensität erhoben und der Bedarf an zusätzlichen Medikamenten und etwaige Komplikationen notiert. Die Differenz der Schmerzscoremediane der beiden Gruppen wurde zusammen mit der Differenz des Schmerzmedikamentenbedarfs als Hauptzielkriterium ausgewertet. Als Nebenzielkriterium wurde die Anzahl an Entlassungstagen vor Ablauf des zweiten Beobachtungszeitraums definiert. In der Auswertung der definierten Haupt- und Nebenzielkriterien zeigte sich keine statistische Signifikanz. Eine Überlegenheit von Verumakupunktur gegenüber nicht invasiver Scheinakupunktur für die Indikation postoperativer Schmerzen nach HTEP-Op konnte nicht nachgewiesen werden. Wir vermuten aufgrund unserer Resultate unter Einbeziehung bisheriger Studienergebnisse, dass standardisierte, also westlich orientierte, Meridianakupunktur bei akuten postoperativen Schmerzen nach HTEP-Op einen zu geringen analgetischen Effekt aufweist und deshalb für diese Indikation nicht in die medizinische Routine integriert werden sollte. Aufgrund des Interpretationsspielraums der Studienergebnisse empfehlen wir für weitere Akupunkturstudien ein vierarmiges Studiendesign und die obligate Erhebung von objektiven sowie subjektiven Parametern.

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