Strahlen-, Kontrastmitteldosis und Nierenfunktion bei der Revaskularisation unterer Extremitäten : Vergleich zwischen konventioneller und Hybrid-Technik

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Das Hybridverfahren ist im Vergleich zum konventionellen Eingriff mit einem höheren Risiko für eine vorübergehende Niereninsuffizienz verbunden. Zielsetzung: Angesichts höherer KM-Dosen bei der Hybridrevaskularisation der peripheren Arterien (Kombination aus offenem und endovaskulärem Eingriff) ist zu überprüfen, ob dies im Vergleich zum konventionellen Verfahren nicht zu einem vermehrten Auftreten einer Niereninsuffizienz führt.Patienten und Methoden: 109 periphere arterielle Revaskularisationsverfahren (22 Hybrideingriffe und 87 Konventionelle) wurden im Zeitraum vom 01.04.2011 bis zum 01.05.2012 durchgeführt. Die präoperativen Kreatininwerte (Hybridgruppe 1,20 mg/dl [IQR 0,7-1,6], konventionelle Gruppe 1,00 mg/dl [0,8-1,2], p=0,28) und die eGFR Werte bei Aufnahme (Hybridgruppe 57,1 ml/min [44,6-103,9], konventionelle Gruppe 75,7 ml/min [55,4-104,8], p=0,3) waren ähnlich. Eine CNI wurde in der konventionellen Gruppe bei 25 der Patienten (29%) erfasst, wohingegen in der Hybridgruppe in 55% der Fälle eine CNI vorlag.Ergebnisse: Obwohl die Durchleuchtungsdauer in der Hybridgruppe statistisch signifikant länger (4,12 min [2,16-19,17]) und infolgedessen das DFP höher war (1137,22 cGy*cm2 [159,32-5929,00]) als in der konventionellen Gruppe (1,22 min [0,22-7,15]; 159,60 cGy*cm2 [10,24-1915,00], p <0,0005) und auch die Menge an intraoperativer applizierter KM-Menge in der Hybridgruppe größer war (70,00 ml [60-100]) als in der konventionellen Gruppe (46,50 ml [IQR 30-60], p <0,0005), war die totale KM-Menge inklusive der präoperativen diagnostischen Bildgebung so gut wie gleich: Hybridgruppe 100 ml [IQR 62,50-159,75], konventionelle Gruppe 110 ml [50-170]. Postoperativ reduzierte sich bei der konventionellen Gruppe die Niereninsuffizienz auf 23% und bei der Hybridgruppe auf 45% der Fälle. Nach einem Durchschnitts-Follow-up von 1,5 Jahren konnte nur eine neu einsetzende Dialysepflicht in der Hybridgruppe ermittelt werden.Schlussfolgerung: Das Hybridverfahren zur peripheren arteriellen Revaskularisation benötigt im Vergleich höhere KM-Mengen und längere Durchleuchtungszeiten und somit höhere Strahlendosen als das konventionelle Verfahren. Allerdings führt dies nicht zu vermehrter Niereninsuffizienz in der Hybridgruppe.

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