Die Rolle der Kalium-Ionen-Kanäle bei ischämischer Präkonditionierung

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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage nach den Effektoren der Ischämischen Präkonditionierung (IP). Die Forschungsergebnisse weisen bisher zunehmend darauf hin, daß die ATP-abhängigen Kaliumionenkanäle (K-ATP-Kanäle) die entscheidenden Vermittler des protektiven Effektes sind. Die Entdeckung der unterschiedlichen K-ATP-Kanäle an Mitochondrien (K-ATPm) und Sarkoplasmatischem Retikulum (K-ATPs) führte zu weiterem Forschungs-bedarf. Zusätzlich belegt eine numerische Studie eine signifikant erhöhte Mortalitätsrate kardiologischer Genese bei Diabetikern, die mit dem oralen Antidiabetikum Glibenclamid, einem Kaliumkanalblocker, behandelt wurden, im Vergleich zu diätetisch therapierten Patienten. Ein neues Antiarrhythmikum auf Basis eines Kanalschließers wurde entwickelt, und dessen Einsatz hängt damit wesentlich von den kardiologischen Eigenschaften ab. Die vorliegende Studie erarbeitete zunächst die Vergleichskurven für die Infarktgrößen als Funktion der Zeit mit und ohne ischämische Präkonditionierung. Anhand dieser Referenzkurven konnte dann die Substanz HMR 1098, ein selektiver Schließer der sarkolemmalen K ATP Kanäle, auf seine Eigenschaften bezüglich der IP vermittelten Kardioprotektion hin untersucht werden. Die Studie war als Blindstudie angelegt, wobei Mannitol als Placebo diente. Um einen direkten Vergleich mit einem bekannten K ATP Blocker ziehen zu können, wurde Glibenclamid, ein Schließer beider Kanalsubtypen nach dem gleichen Protokoll getestet. Dazu ein Kanalöffner, Rilmakalim, dessen Spezifität allerdings noch nicht bekannt ist. Die Ergebnisse zeigten eine Aufhebung der protektiven Wirkung des IP durch Glibenclamid, wohingegen HMR 1098 die Protektion nicht aufhob. Das Ergebnis der Arbeit weist zum einen auf eine essentielle Bedeutung der K-ATPm als Vermittler der IP hin, während die K-ATPs nicht beteiligt scheinen. Somit ist hinsichtlich der Fragestellung nach einem Einsatz von HMR 1098 davon auszugehen, daß bei einem therapeutischen Einsatz der Substanz HMR 1098 keine Gefahr der negativen kardiologischen Beeinflussung besteht.

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Giessen: http://www.dvg.net/ DVG Service, 2003

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