Einfluss der ACE-Inhibitoren Quinaprilat und Enalaprilat auf die Funktion neutrophiler Granulozyten und Monozyten

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Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)-Inhibitoren haben als effektive Antihypertensiva heute einen festen Platz in der Behandlung von Hypertonie und myokardialer Insuffizienz. Seit geraumer Zeit wird auch eine immunmodulatorische Potenz diskutiert. Zur Klärung dieser Fragestellung wurden mittels Vollblut-Assay durchflusszytometrisch die Effekte von ACE-Inhibitoren auf die Funktion neutrophiler Granulozyten und Monozyten untersucht. Anhand eines Kollektivs gesunder Probanden konnten die differenten Effekte von verschiedenen Enalaprilat- und Quinaprilatkonzentrationen auf unterschiedlichen Ebenen der zellulären Immunität zu unterschiedlichen Zeitpunkten determiniert werden. Es konnte gezeigt werden, dass Enalaprilat und Quinaprilat deutliche Effekte auf die schnelle zelluläre Immunantwort besitzten. Dabei wurde die spontane, ebenso wie die Lipopolysacharid (LPS)-induzierte Expression der Oberflächenrezeptoren CR3 (CD11b/CD18) und des LPS-Rezeptors CD14 bereits nach kurzer Inkubationszeit signifikant supprimiert. Außerdem konnte eine signifikante Reduktion in der LPS-induzierten Aktivität der Transkriptionsfaktoren NF-kB und AP-1 sowie eine Hemmung funktioneller Parameter wie Phagozytose und oxidativer Burst dargestellt werden. Zur Ergänzung der durchflusszytometrischen Daten wurden zusätzlich derartige Effekte auf die Synthese des Zytokins Interleukin-8 mittels Sandwich-ELISA untersucht. Zwar zeigen die Ergebnisse ebenfalls eine Reduktion der Interleukin-8-Synthese, auf Grund hoher Standardabweichungen wurde das Signifikanzniveau jedoch nicht erreicht. Die immunmodulatorische Potenz von ACE-Hemmern könnte dazu beitragen, immunassoziierte Erkrankungen positiv zu beeinflussen, oder inflammatorische Risiken operativer Eingriffe zu minimieren. Weitere klinische Untersuchungen z.B. anhand eines kardiochirurgischen Patientenkollektivs sind erforderlich, um diese Ergebnisse hinsichtlich ihrer in-vivo Bedeutung zu klären. Der in dieser Studie verwendete durchflusszytometrische Assay stellt dabei ein schnelles, reproduzierbares Verfahren zu Klärung derartiger Fragestellungen dar.

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