Evaluierung und Standardisierung des SAHQ (Skin Academy Hirsutism Questionnaire) Fragenbogens für Patientinnen mit Hirsutismus

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Hirsutismus wird definiert als Terminalhaarwachstum mit männlichem Verteilungsmuster bei einer Frau mit Beginn oder nach der Pubertät. Dabei spielen der Androgenstoffwechsel sowie die individuell sehr unterschiedlich ausgeprägte Androgensensibilität der Haarfollikel eine wesentliche Rolle.Hirsutismus betrifft ca. 5-10% aller Frauen in der Bevölkerung. Das Ausmaß der Körperbehaarung variiert zwischen verschiedenen Kulturen und ethnischen Gruppen, wie bei Frauen mediterraner oder indischer Abstammung (Rigopoulos & Georgala. 2000.Die häufigste Ursache des Hirsutismus ist das PCO-Syndrom (PCOS) mit 70 % (Hassan & Gordon. 2007.Das PCOS ist die häufigste endokrine Erkrankung von Frauen im gebärfähigen Alter und betrifft circa 5 -10 % aller Frauen (Diamanti-Kandrakis & Dunaif. 1996). Einen zusätzlichen ätiologischen Faktor stellt der sogenannte idiopatische Hirsutismus dar, der ca.9 % der weiblichen Bevölkerung betrifft (Terhorst 2005). Ätiologisch sind auch andere benigne und maligne Ovarialerkrankungen, Erkrankungen der Nebenniere, die Einnahme von Medikamenten (Danazol, Glukokortikoide, Penicillamin, Antiepileptika) sowie verschiedene endokrinologische Störungen (Cushing Syndrom, Akromegalie, Hyperprolaktinämie, Insulinresistenz-Syndrom u. a.) für übermäßige Behaarung verantwortlich (Kalu & Gilling-Smith 2008.Zu der Standarddiagnostik gehören die Messung der freien Androgene im Blut, der Ausschluss einer Schilddrüsenfunktionsstörung, einer Hyperprolaktinämie und eines PCOSs mit vaginalem US sowie spezielle endokrinologische Untersuchungen und selten das CT und MRT (Blume-Peytavi et al. 2012, Yildiz 2006.Oft geht der Hirsutismus bei den Frauen mit Fettstoffwechselstörungen, Zyklusstörungen, Infertilität, Übergewicht bzw. Adipositas, KHK, Hypertonie sowie mit Akne, fettiger Haut, Alopezie und Acanthosis nigricans einher (Kitzinger & Willmott 2002).Für die Mehrzahl der betroffenen Frauen ist Hirsutismus ein psychosoziales Problem. Einige Autoren davon aus, dass bis zu 80 % der Frauen unter ihrem männlichen Behaarungsmuster leiden (Dawber 2005). Immer wird von psychosozialen Konflikten berichtet, einer Einschränkung der Lebensqualität, dem Auftreten von Depressionen und Ängsten (Hahn et al. 2005). Frauen mit Hirsutismus empfinden häufig eine Stigmatisierung aufgrund ihrer Behaarung (Hünecke 2009). Die wesentliche Gefahr beim Hirsutismus besteht in der Entwicklung einer körperdysmorphen Störung (Gieler et al. 2005.Andere Untersuchungen zeigten beim Vergleich von 30 Frauen mit Hirsutismus und 30 Gesunden keine besonderen Belastungen, sondern eine gute Adaptation an das Krankheitsbild (Fava et al. 1989.Bei der praktizierten Standardtherapie mittels kausaler Pharmakotherapie, oraler Kontrazeptiva, elektrischer oder Laser-Epilation in Kombination mit topischer Eflornithin-Behandlung (Ali & Dawber 2006) fehlt es oft an einer begleitenden Psychotherapie bzw. stationär psychosomatischen Maßnahmen.Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die psychologische Morbidität von Frauen mit Hirsutismus am besten diagnostiziert, evaluiert und behandelt werden kann. Bisher ist zum psychosoziologischen Aspekt bei Frauen mit Hirsutismus wenig geforscht worden. Psychologischen Faktoren gelten eher als primäres Phänomen denn als eine sekundäre Situation bei Frauen mit Hirsutismus (Segre 1967). Nach Bullinger (1997) hat sich jedoch gezeigt, dass validierte standardisierte Fragebögen dazu in der Lage sind, Lebensqualität valide und zuverlässig zu erfassen.Ziel dieser Studie ist die Evaluierung und Standardisierung eines psychologischen Fragenbogens für Hirsutismus-Patientinnen mit begleitender psychischen Belastung und entsprechenden Einschränkung der Lebensqualität, sowie der Nachweis der Korrelation zwischen den Skalen des Skin Academy Hirsutismus Questionnaire (SAHQ).

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