Wirksamkeit einer Ultra-Rush-Hyposensibilisierung im Kindes- und Jugendalter bei Patienten mit einer Insektengiftallergie
| dc.contributor.advisor | Steiß, Jens-Oliver | |
| dc.contributor.advisor | Jakob, Thilo | |
| dc.contributor.author | Becker, Max Adrian | |
| dc.date.accessioned | 2026-09-14T11:45:08Z | |
| dc.date.issued | 2025 | |
| dc.description.abstract | Die spezifische Immuntherapie mit Hymenopterengift (HG-AIT) stellt derzeit die einzige kausale und gleichzeitig hochwirksame Therapieoption für Patienten mit systemischen Reaktionen auf eine IgE-vermittelte Insektengiftallergie dar. In der vorliegenden Untersuchung wurden Versorgungsaspekte bei Bienen- und Wespengiftallergien, die Verträglichkeit eines modifizierten Ultra-Rush-Protokolls sowie der Langzeitverlauf nach Abschluss der Erhaltungstherapie bei pädiatrischen Patienten analysiert. Studien zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität betroffener Kinder sind bislang nur in begrenztem Umfang verfügbar. Insgesamt wurden 114 Patienten im Alter von 4 bis 17 Jahren mit nachgewiesener Hymenopterengiftallergie in die Studie eingeschlossen. Ziel war die Evaluation von Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit der UltraRush-Immuntherapie. Nach Abschluss der spezifischen Immuntherapie erfolgte eine standardisierte Befragung zur Versorgungssituation sowie zum weiteren klinischen Verlauf, insbesondere in Bezug auf erneute Stichereignisse. Die gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde mithilfe des etablierten Vespid Quality of Life Questionnaire (VQLQ-d), der auch bei Bienengiftallergikern Anwendung findet, erfasst. Ein Abbruch der Einleitungstherapie war bei keinem der Patienten erforderlich. Aufgetretene Nebenwirkungen waren überwiegend mild ausgeprägt und machten keine weiterführende Behandlung notwendig. Während der Erhaltungsphase kam es bei 16 Patienten zu erneuten Stichreaktionen; 15 weitere berichteten über Stichereignisse nach Abschluss der AIT. Die mittlere Schwere der Reaktionen sank gemäß der Klassifikation nach Ring und Meßmer von 2,3 auf 0,2, was einer durchschnittlichen Reduktion von 91 % entspricht. Ein Notfallset wurde von 70 % der Patienten mitgeführt, wobei in rund 40 % der Fälle das Haltbarkeitsdatum abgelaufen war. Nach Therapieende befanden sich 92 % der Patienten nicht mehr in ärztlicher Nachsorge, und Kontrolluntersuchungen wurden in der Regel nicht wahrgenommen. Die Auswertung des VQLQ-d zeigte eine insgesamt geringe bis moderate Belastung durch die Therapie sowie im weiteren Verlauf. Zusammenfassend lässt sich festhalten: Die Ultra-Rush-AIT erweist sich bei Kindern und Jugendlichen als effektive, sichere und gut verträgliche Therapieform. Sie führt zu einer signifikanten Reduktion systemischer Reaktionen und verbessert die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig. Allerdings bestehen erhebliche Defizite hinsichtlich der strukturierten Nachsorge und weiteren Versorgung nach Therapieende. | |
| dc.identifier.uri | https://jlupub.ub.uni-giessen.de/handle/jlupub/22014 | |
| dc.identifier.uri | https://doi.org/10.22029/jlupub-21356 | |
| dc.language.iso | de | |
| dc.rights | In Copyright | |
| dc.rights.uri | http://rightsstatements.org/page/InC/1.0/ | |
| dc.subject.ddc | ddc:610 | |
| dc.title | Wirksamkeit einer Ultra-Rush-Hyposensibilisierung im Kindes- und Jugendalter bei Patienten mit einer Insektengiftallergie | |
| dc.type | doctoralThesis | |
| dcterms.dateAccepted | 2026-09-02 | |
| local.affiliation | FB 11 - Medizin | |
| thesis.level | thesis.doctoral |