Die buiatrische Ausbildung im internationalen Vergleich, unter Berücksichtigung der zukünftigen Anforderungen in der Rinderpraxis

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Um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der tiermedizinischen Ausbildung in verschiedenen Ländern darzulegen und Meinungen zur buiatrischen Ausbildung und zur zukünftigen Rinderpraxis zu sammeln, wurden zunächst 18 persönliche Interviews mit Hochschullehrern an buiatrischen Einrichtungen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, Italien, Großbritannien und den USA geführt. Zusätzlich konnte ein Telefoninterview mit einem Vertreter des deutschen Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte e. V. (bpt) arrangiert werden. Das Hauptziel dieser Arbeit war es, ein Meinungsbild aller beteiligten Berufsgruppen zur tierärztlichen Ausbildung zu erstellen. Dazu erfolgten weiterhin Umfragen unter Landwirten und Rinderpraktikern zur Betriebs- bzw. Pra-xisstruktur, zur tierärztlichen Bestandbetreuung sowie zu den Ersttagskompetenzen. Insgesamt beteiligten sich deutschlandweit 174 in der Rinderpraxis tätige Tierärztinnen und Tierärzte sowie 232 Landwirte an diesen Umfragen. Übereinstimmend mit den Literaturangaben zeigen diese Ergebnisse, dass eine Anpassung des Veterinärcurriculums längst überfällig ist. Um dem rasch wachsenden Wissenszuwachs sowie dem strukturellen Wandel in der Landwirtschaft und den Erwartungen der Gesellschaft nachzukommen, muss das Tiermedizinstudium spezifischer werden. Eine allseits anerkannte, jedoch in Deutschland noch nicht ausreichend umgesetzte Lösung stellt die Spezialisierung auf ein bestimmtes Gebiet bzw. eine Speziesgruppe bereits während des Studiums dar. Außerdem müssen Tierarztpraxen neuen Absolventen geregelte Arbeitszeiten, Freizeitausgleich und Teilzeitstellen anbieten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

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Giessen : VVB Laufersweiler Verlag

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