Dopplersonographische Detektion zirkulierender Mikroembolien bei Patienten mit myeloproliferativen Erkrankungen

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Myeloproliferative Syndrome (MPS) gehen mit einem erhöhten Thromboembolierisiko einher. Ziel dieser Studie war es, den prognostischen Wert der Mikroemboliedetektion hinsichtlich des Auftretens klinischer Ereignisse zu untersuchen sowie zu prüfen ob es zwischen den detektierten Mikroembolien, Parametern des Blutbildes und den Ergebnissen der Thrombozyten Durchflusszytometrie einen Zusammenhang gibt, aus dem sich Rückschlüsse auf die Zusammensetzung zirkulierender Mikroembolien (Microembolic signals, MES) bei diesen Patienten ziehen lassen. Untersucht wurden 42 Patienten mit myeloproliferativen Syndromen. Bei allen Patienten erfolgte einmalig eine trankranielle Doppleruntersuchung mit Mikroemboliedetektion sowie eine Blutbilduntersuchung am Tag der Doppleruntersuchung. Die Ergebnisse wurden mit dem Auftreten klinischer Ereinisse über einen Beobachtungszeitraum von 29,7+/-7,3 Monate korreliert. Bei 17 Patienten erfolgte zusätzlich eine durchflusszytometrische Untersuchung. Bei 15 von 42 Patienten (35,7%)wurden MES registriert, es konnte jedoch kein Zusammenhang mit dem MPS-Typ, den Parametern des Blutbilds oder dem Auftreten von thromboembolischen Ereignissen hergestellt werden. MES-positive und -negative Patienten unterschieden sich auch nicht hinsichtlich der Verteilung von aktivierten Thrombozyten, Thrombozyten-Mikroaggregaten oder Mikropartikeln. Es zeigte sich jedoch ein starker Trend für das vermehrte Auftreten von Thrombozyten-Neutrophilen-Aggregaten bei MES-positiven Patienten (p = 0,09). Insgesamt zeigte sich, dass die einmalige trankranielle Emboliedetektion bei Patienten mit MPS keinen prognostischen Wert besitzt. Die Ergebnisse der Durchflusszytometrie lassen jedoch vermuten dass MES bei MPS-Patienten aus Thrombozyten-Neutrophilen-Aggregaten bestehen könnten.

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Erstpublikation in

European Journal of Neurology, 14, 2007,2, S. 199-205

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