Heparin in der Schwangerschaft bei Frauen mit und ohne Abort-Anamnese
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Zusammenfassung
Das Risiko für thromboembolische Ereignisse ist in der Schwangerschaft sowieim Wochenbett hoch und stellt eine besondere Gefährdung für Mutter und Kinddar. Thrombophile Diathesen erhöhen das Risiko für Thrombosen noch weiterund führen zudem vermehrt zu Spontanaborten. Der Goldstandard zur Prophylaxeund Therapie von Thromboembolien in der Schwangerschaft und im Wochenbettist niedermolekulares Heparin.In unserer Studie wurden 138 Patientinnen untersucht, die wegen thrombophilenDiathesen oder thromboembolischen Ereignissen während Schwangerschaftmit niedermolekularem Heparin behandelt wurden. Drei Frauen bekamenunfraktioniertes Heparin. Abhängig von ihrer Abort-Anamnese wurden die Frauenin zwei Gruppen eingeteilt: Gruppe 1 bestand aus 65 Frauen, die mindestenseinen Abort in der Vorgeschichte hatten. Die Gruppe 2 umfasste 73 Frauenohne Abort-Anamnese.Es wurde untersucht, ob es unter der Behandlung mit Heparin Unterschiedebezüglich Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zwischen Frauen gibt, diesich in der Abort-Anamnese unterscheiden.Obwohl alle Frauen Heparin bekamen, hatten Patientinnen mit Aborten in derAnamnese ein höheres Risiko für einen weiteren Abort in der aktuellenSchwangerschaft als Frauen ohne Abort in der Vorgeschichte.Allerdings stieg die Zahl der lebendgeborenen Kinder bei Frauen mit Abort-Anamnese (Gruppe 1) im Vergleich zu vorausgegangenen Schwangerschaftendeutlich an. Während alle Frauen dieser Gruppe ohne Heparin Aborte in derVorgeschichte hatten, erlitten nur 21,5% dieser Frauen in der aktuellenSchwangerschaft unter Heparin wieder einen Abort.Bezüglich Komplikationen und Nebenwirkungen wie Blutungen, thromboembolischenEreignissen, HIT und Osteopenie bestanden keine Unterschiede, bis aufdie Tatsache, dass Frauen mit vorausgegangenen Aborten früher entbundenhaben als Frauen ohne Abort in der Vorgeschichte.Unsere Daten unterstreichen, dass Heparin sicher und effektiv thromboembolischeEreignisse in der Schwangerschaft und im Wochenbett verhindert. Außerdemweisen unsere Daten daraufhin, dass Heparin die Abortrate senkt und einenpositiven Einfluss auf das Schwangerschaftsoutcome hat.Nebenwirkungen des Heparins in der Schwangerschaft und im Wochenbett sindim Vergleich zum Behandlungserfolg gut vertretbar.Es ergaben sich keine Unterschiede bei der Behandlung mit Heparin bezüglichSchwangerschaft, Geburt und Wochenbett in Hinblick auf die Abort-Anamnese.Frauen mit Aborten in der Vorgeschichte profitierten deutlich von der Behandlungmit Heparin in Bezug auf die Lebendgeburtenrate.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
