Analyse des arteriogenen Potentials desCardiac Ankyrin Repeat Protein (CARP) nach adenoviralem Gentransfer im ischämischen Maushinterlauf

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Herz-Kreislauferkrankungen stellen die am häufigsten tödlich verlaufendenKrankheiten in Industrienationen dar. Trotz der vielfältigen und kostenintensivenchirurgischen Präventionsmaßnahmen existiert ein hohes postoperativesRezidivrisiko. Außerdem besteht für viele Patienten z. B. aufgrund vorliegendermultipler Gefäßerkrankungen keine Möglichkeit für einen operativen Eingriff. Deshalbsind neue therapeutische Ansätze notwendig. Große Hoffnung wird hier in dieexogene Stimulierung endogener Gefäßanpassungsprozesse durch Wachstumsfaktorengesetzt. Hierdurch soll das Wachstum von Gefäßen induziert werden, diedie Verschlussstelle umgehen. Dieser Vorgang geschieht durch das Wachstum präexistenterarterio-arteriolarer Verbindungen zu großen Kollateralarterien und wird alsArteriogenese bezeichnet.Im Rahmen des Kollateralgefäßwachstums wurde die Notwendigkeit der Hochregulationvon Transkriptionsfaktoren als Stimulus für die Arteriogenese diskutiert. Sokonnte eine deutliche Hochregulation des Transkriptions-Kofaktors CARP als einerder frühen Faktoren im Prozess der Arteriogenese nachgewiesen werden, dermaßgeblich an der Induktion von Egr-1 beteiligt ist ein Transkriptionsfaktor, der dieExpression von verschiedenen Wachstumsfaktoren und Zytokinen initiiert69.In dieser Dissertation wurde der Einfluss der intramuskulären Infektion von Ad.5.1-CARP-GFP auf die Arteriogenese im Modell der ischämischen Hintergliedmaße derMaus untersucht. Zur quantitativen Analyse des Kollateralgefäßwachstums wurde invivo die hämodynamische Entwicklung und der Grad der Sauerstoffsättigung imdistalen Bereich der Hintergliedmaße gemessen und eine postmortalemorphometrische Auswertung der ausgewachsenen Kollateralgefäße durchgeführt.Die Ergebnisse des Experimentes zeigten, dass eine erfolgreiche Infektion derKollateralgefäße per intramuskuläre Injektion möglich ist und sogar im Falle desTranskriptions-Kofaktors CARP die Arteriogenese stimuliert.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die hier angewandte Methode desintramuskulären viralen Gentransfers mit Ad.5.1-CARP-GFP ein geeignetesInstrument zur Stimulation des Kollateralgefäßwachstums im Modell desischämischen Maushinterlaufs darstellt und damit auch ein gutes therapeutischesPotential bei ischämischen Gefäßerkrankungen auf dem Gebiet der humanenGentherapie beinhaltet.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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