PTPIP51 und seine Interaktionspartner in der humanen Plazenta unterschiedlicher Gestationsstadien

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Beim Protein-Tyrosin-Phosphatase-Interagierendes-Protein 51 (PTPIP51) handelt es sich um ein evolutionär konserviertes Protein, welches in vielen Organen und Geweben unterschiedlichster Spezies exprimiert wird. Bei vielen malignen Erkrankungen und in einigen Zelllinien ist PTPIP51 ebenfalls nachweisbar. Hierbei war auffällig, dass PTPIP51 in all jenen Geweben verstärkt exprimiert wurde, bei denen eine präzise Regulation von Proliferation, Differenzierung oder Apoptose rforderlich ist. Dies lässt die begründete Vermutung zu, dass PTPIP51 in diese komplexen Vorgänge involviert ist. Bei dieser Untersuchung wurde PTPIP51 in vivo im Verlauf der plazentaren Entwicklung während der Schwangerschaft untersucht, da im Laufe der Schwangerschaft ein balanciertes Zusammenspiel zwischen Proliferation, Differenzierung und Apoptose für die Entwicklung des Fötus und der Plazenta von zentraler Bedeutung ist. Hierbei wurde die histologische Lokalisation der PTPIP51 und ihrer Interaktionspartner PTP1B, 14-3-3beta, c-Src und Raf-1 näher betrachtet Die Studien erfolgten für PTPIP51 und PTP1B an Plazenten des ersten, zweiten und dritten Trimesters und für die anderen Interaktionspartner jeweils an reifen Plazenten.PTPIP51-mRNA wurde in der Plazenta über eine RT-PCR in allen Abschnitten der Schwangerschaft nachgewiesen. Der Proteinnachweis in der reifen Plazenta mittels Immunoblotting zeigte drei Isoformen des PTPIP51, welche mit den theoretisch berechneten Molekulargewichten übereinstimmten. PTPIP51 Protein und mRNA konnte im Verlauf der gesamten Entwicklung durch Immunhistochemie und in situ Hybridisierung in allen Synzytiotrophoblasten und Zytotrophoblasten nachgewiesen werden. Im Gegensatz dazu traf dies für PTP1B nur auf die Synzytiotrophoblasten zu. In allen Schwangerschaftsabschnitten beschränkte sich die PTPIP51 Antikörperreaktion in den Gefäßen auf die glatten Muskelzellen der Media und das Endothel. Zusätzlich zeigten plazentaspezifische Makrophagen eine kontinuierliche Immunreaktivität gegen PTPIP51. Über die Verwendung von verschiedenen Apoptosemarkern, wurde der Nachweis erbracht, dass PTPIP51 sowohl in Zellen die sich im Frühstadium der Apoptose als auch in Zellen welche sich im Spätstadium der Apoptose befinden, exprimiert wird. Apototische Synzytiotrophoblasten, sowie eine geringe Zahl von apoptotischen Zytotrophoblasten konnten über den gesamten untersuchten Zeitraum beobachtet werden. PTPIP51 hoch immunreaktive Endothel- und glatte Muskelzellen wurden über Ki67 als proliverierende Zellen identifiziert. In der reifen Plazenta ist eine Kolokalisation der PTPIP51 mit 14-3-3beta, c-Src und Raf-1 in der oberflächlichen Synzytiotrophoblastenschicht, in den plazentaspezifischen Makrophagen und den Endothelien der Gefäßwände zu detektieren. Die Muscularis der Gefäße zeigt gegen den Raf-1-Antikörper, als auch gegen c-Src, hier jedoch nur partiell, eine Kolokalisation mit PTPIP51. Aufgrund von zahlreichen Kolokalisationen von PTPIP51 mit den in vitro Interaktionspartnern, ist davon auszugehen, dass PTPIP51 einen entscheidenden Einfluss auf die gesamte Entwicklung der Plazenta nimmt und in zahlreiche Signaltransduktionskaskaden involviert ist. PTPIP51 hat offensichtlich eine entscheidende Rolle bei der Differenzierung und Apoptose von Zytotrophoblasten und Synzytiotrophoblasten. Darüber hinaus ist PTPIP51 sehr wahrscheinlich als ein wichtiger Signalpartner bei der Angiogenese und dem Gefäßremodeling anzusehen.

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