Diese Arbeit dient als Pilotstudie zur Entwicklung eines Instruments zur Symbolverarbeitung bei Demenzerkrankten. Es wurde eine erste Version eines nonverbalen Symbol-Verarbeitungs-Tests (SVT) mit vier Itemkategorien entwickelt. In der dreigeteilten Studie wurde der Test insgesamt 141 gesunden Probanden und 27 Demenzpatienten zur Bearbeitung vorgelegt. Die Demenzpatienten bearbeiteten zudem eine umfangreiche neuropsychologische Testbatterie. Fasst man die Ergebnisse zusammen, so zeigen sich bei den Demenzpatienten in allen getesteten kognitiven Bereichen Defizite. Dies schließt semantisches Gedächtnis und exekutive Funktionen, die für die Symbolverarbeitung von besonderer Bedeutung sind, mit ein. Die Patienten zeigten beim SVT zudem ein deutlich von den Gesunden abweichendes Antwortverhalten. Es zeigte sich, dass sich Demenzpatienten von schematisch-strukturellen Details leiten lassen. Wir nehmen an, dass dies als Kompensationsmechanismus dient, wenn auf semantischer Ebene explizit oder implizit kein Zusammenhang zwischen zwei Symbolen hergestellt werden kann. Zudem sollte dies beim Design für Hinweis- und Orientierungsschilder für Demenzerkrankte berücksichtigen werden. Trotz mangelhafter Symbolverarbeitung gehen wir aber davon aus, dass Demenzpatienten von Symbolen profitieren und dass sich ein Symbol-Verarbeitungs-Test zur Differenzierung von Demenzerkrankten und nicht demenzerkrankten Personen eignet. Dies kann jedoch allein anhand der durchgeführten Clusteranalyse nicht abschließend geklärt werden, sondern erfordert weitere Untersuchungen.
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