Die Wertigkeit der systematischen randomisierten Prostatastanzbiopsie im klinischen Alltag an der Urologischen Universitätsklinik der Justus Liebig Universität

Lade...
Vorschaubild

Datum

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

Das Prostatakarzinom ist derzeit das häufigste Malignom bei Männern in Deutschland. Besteht der Wunsch nach Früherkennung, so sollte dem Mann ein PSA Test in Kombination mit einer digital rektalen Tastuntersuchung angeboten werden. Häufig führt jedoch die eine Biopsie indizierende Konstellation aus PSA Wert und rektalem Tastbefund zum Nachweis einer benignen Veränderung der Prostata. Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität des Prostatakarzinom Screenings in Bezug auf die Detektion von Malignomen an der Urologischen Universitätsklinik Gießen.Analysiert wurden 765 Stanzbiopsien der Prostata, zu 85% (n=650/765) Erstbiopsien, zu 15% (n=115/765) Folgebiopsien. Das Patientenkollektiv war zwischen 30 und 88 Jahren alt. Zielparameter war das histologische Ergebnis der transrektalen Biopsie. Als Parameter vor Biopsie Entnahme wurden das Gesamt PSA, der TRUS Wert, das Ergebnis der rektalen Untersuchung und das Alter des Mannes erfasst. Es wurden n=312/765 (40,8%) Karzinome und n=453/765 (59,2%) benigne Erkrankungen detektiert. Männer, bei denen ein Karzinom diagnostiziert wurde, waren signifikant älter als Männer mit benigner Diagnose (67,9 vs 66,3 Jahre, p=0,011). Die Karzinomdetektionsrate in den PSA Bereichen 0-4 ng/ml, 4-10 ng/ml, 10-100 ng/ml und >100 ng/ml betrug 15,8%, 28,3%, 47,7% und 100%. Mit steigendem Volumen der Prostata erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer benignen Erkrankung, so betrug die Karzinomdetektionsrate in den Bereichen 0-25ml, 25-60ml und >60ml 49,1%, 35,4% und 16,1%. Die Sensitivität der rektalen Untersuchung betrug 0,59, die Spezifität belief sich auf 0,74. Um zu überprüfen, ob ein Zusammenhang besteht zwischen der Parameterkonstellation vor Biopsie Entnahme und der Dignität des entnommenen Gewebes, wurden die Datensätze der primären Biopsien einer logistischen Regressionsanalyse unterzogen.Alle Parameter in der logistischen Regression hatten relevanten Einfluss auf das Biopsie Ergebnis, die höchste Gewichtung hatte der rektale Tastbefund. Beim Trennwert von 0,50 erreichte das endgültige Modell eine Sensitivität von 0,55 und eine Spezifität von 0,91. Die AUC der ROC Kurve betrug 0,816.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Giessen : VVB Laufersweiler Verlag

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform