Mechanismen der Transdifferenzierung endothelialer Progenitorzellen in glatte Gefäßmuskelzellen

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Mit wachsendem Interesse werden Stammzellen in klinischen Studien bei derTherapie von vaskuloproliferativen Erkrankungen eingesetzt. Sie ist derzeit einevielversprechende, innovative Therapiemöglichkeit nach akutem Myokardinfarkt undBallonangioplastie, aber auch bei anderen kardiovaskulären Erkrankungen. DiePatienten zeigten nach Stammzelltherapie mit aus dem Knochenmark stammendenStammzellen eine deutlich verbesserte linksventrikuläre Funktion, welches zum einenmit einer verbesserten Neoangiogenese35, 45, zum anderen mit der Differenzierung vonEPC in Kardiomyozyten28 begründet wird. Weitere jüngere Studien zeigen, dassendotheliale Progenitorzellen, die eine kleine Population von Vorläuferzellen inperipherem Blut darstellen, durch verbesserte Reendothelialisierung eine Restenosenach Ballonangioplastie verringern50. Jüngere Studien zeigten jedoch auch, dass ausdem Knochenmark stammende Stammzellen nicht nur einen positiven EffektGefäßwände hat, sondern auch zum pathologischen Remodeling der Gefäßwändebeitragen kann19. Bisher ist das Differenzierungspotential von endothelialenProgenitorzellen noch nicht genau bekannt. Wir stellten uns die Frage, ob endothelialeProgenitorzellen das Potential besitzen, sich in glatte Muskelzellen zu differenzierenund so eventuell zu einer Restenose, oder aber zu einer Stabilisierung und Ausreifungvon Gefäßen beitragen können. Neben dem Differenzierungspotential der EPC warenfür uns die molekularen Mechanismen der Transdifferenzierung endothelialerProgenitorzellen in glatte Muskelzellen von Interesse.Die Ergebnisse dieser Arbeit belegen nun, dass endotheliale Progenitorzellen in derLage sind, sich in glatte Muskelzellen zu differenzieren. Unsere Arbeit zeigte dabeieine komplette Ausdifferenzierug der EPC in VSMC. Die Ergebnisse belegen, dassder Zell-Zellkontakt eine essentielle Vorraussetzung für die Transdifferenzierung derEPC darstellt. Trotz der offensichtlich für die Transdifferenzierung der EPC in VSMCessentiellen interzellulären Kontakte kann die Transdifferenzierung durch die vonVSMC sezernierten, solublen Faktoren noch gesteigert werden. Unsere Ergebnissezeigen weiterhin, dass es nur in einem sehr geringen Prozentsatz zu einer Fusion vonEPC und VSMC kommt, welche und in der Folge eine phenotypische Differenzierungder EPC in VSMC bewirkt.Welche genaue Rolle das in dieser Arbeit gezeigte Potential der Transdifferenzierungendothelialer Progenitorzellen in der Entstehung beziehungsweise der Präventionkardiovasklärer Erkrankungen spielt, ist noch nicht abzuschätzen. Zum einen kann dieStammzelltherapie mit endothelialen Progenitorzellen durch verbesserteReendothelialisierung und Angiogenese zur Myokardregeneration beitragen, zumanderen ist es möglich, dass sie durch verstärkte Neointimabildung zur Progressionvaskuloproliferativer Erkrankungen führt. Zukünftige in vivo Untersuchungen sinddaher notwendig um die Bedeutung der hier beschriebenen Untersuchungsergebnisserichtig zu verstehen und einordnen zu können.Die hier vogestellte Arbeit soll daher eine Grundlage bieten, um den Nutzen künftigerklinischer Anwendungen zu optimieren und gleichzeitig potentielle Risikenausschließen zu können.

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