Didaktik der Verfremdung : theoretische und empirische Untersuchungen zu einem grundschuldidaktischen Prinzip
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Obwohl die Verfremdung ein bislang kaum in der Didaktik beachtetes Prinzip darstellt, zeigt die Dissertation, dass sie für die Ausgestaltung von Lehr- und Lernprozessen eine sehr bedeutsame Rolle einnehmen kann. Dabei ermöglicht Verfremdung, Abstand und Nähe zu Gegenständen der Betrachtung zu erzeugen und so eine differenzierte Auseinandersetzung anzustoßen. An diversen Beispielen des 20. und 21. Jahrhunderts kann aufgezeigt werden, dass Wahrnehmungs- und Erkenntnisprozesse über bildhafte und szenische Umdeutungen, über Verfahren des Collagierens, des Zitierens und Karikierens modelliert werden. Die mit Grundschulkindern durchgeführten Gruppendiskussionen zeigen, dass im Unterricht verwendete Verfremdungen bereits bei Kindern dieses Alters diskursive Prozesse der Auseinandersetzung mit Wirklichkeit anregen können.
