Retrospektive Analyse der fetalen Versorgung bei minimal- invasiver Patchabdeckung einer Spina bifida aperta unter materno-fetaler Allgemeinnarkose von 2010-2016

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Die Analyse von seriellen spektraldopplersonographischen Messungen im Verlauf von perkutan minimal-invasiven Patchverschlüssen in materno-fetaler Allgemeinnarkose bei Feten mit Spina bifida aperta (SBA) ermöglicht eine Beurteilung der fetoplazentaren Kreislaufzirkulation. Ziel der Studie war es Veränderungen der fetalen Kreislaufsituation zu identifizieren und damit einen wesentlichen fetalen Sicherheitsaspekt der Operationsmethode zu analysieren.Im Zeitraum von August 2010 bis Januar 2016 konnten bei 108 minimal-invasiven fetoskopischen Eingriffen bei SBA im DZFT dopplersonogaphische Datensätze erhoben werden. Zu fünf definierten Zeitpunkten im Verlauf der Operation fanden Messungen der Umbilikalgefäße (Vmax, Widerstandindizes) statt. Ausgewertet wurde der Einfluss der Parameter Operationsdauer, Insufflationsdruck, Insufflationsdauer, Amnioninfusion, Plazentaposition auf die fetoplazentaren Blutflüsse während des Eingriffs.Im Verlauf der durchgeführten Messungen konnte eine signifikante Abnahme der umbilikalen Vmax (p<0.0001) und eine Zunahme der Widerstandsindizes der Umbilikalgefäße (p<0.0001) beobachtet werden. Bei zehn der insgesamt 108 operierten Feten zeigte sich am Ende des Eingriffs kurzzeitig ein enddiastolischer Nullfluss (AEDF) und bei zwei Feten schon vor Beginn der Operation. Eine enddiastolische Flussumkehr (REDF) oder Pulsationen der Nabelvene lagen in keinem der untersuchten Fälle vor. Eine verlängerte Operationsdauer, längere Insufflationszeiten, höhere Insufflationsdrücke, die Gabe einer Amnioninfusion und die Lage der Plazentaposition zeigten im Gruppenvergleich keinen signifikanten Einfluss auf die Widerstandsindizes oder Vmax der Umbilikalgefäße.Die Ergebnisse zeigen, dass es unter der fetoskopischen minimal-invasiven Therapie einer SBA kurzzeitig zu einer Minderversorgung der Feten im fetoplazentaren Gefäßsystem kommen kann. Ein AEDF der A. umbilicalis kann als kurzzeitige Anpassungsreaktion gedeutet werden, die sich im Verlauf normalisierte. Für die große Mehrheit der Feten mit SBA (89%) geht das minimal-invasive perkutane Operationsverfahren mit physiologischen Blutflüssen der Umbilikalgefäße einher und kann daher im Hinblick auf die fetale Kreislaufregulation als sicher bewertet werden.

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