Frontal-Alpha-Asymmetrie als neurophysiologischer Marker: Prognostische Relevanz bei der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation in der Depressionsbehandlung
| dc.contributor.advisor | Mulert, Christoph | |
| dc.contributor.advisor | Schramm, Patrick | |
| dc.contributor.author | Mari, Mohammad | |
| dc.date.accessioned | 2026-10-06T13:59:32Z | |
| dc.date.issued | 2026 | |
| dc.description.abstract | Depression ist eine schwerwiegende, komplexe, multifaktorielle Erkrankung, die die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinflusst. Bisher existiert kein klinisch angewandter Biomarker zur Therapieresponseprädiktion bei Depression. Angesichts der großen Bedeutung von Biomarkern für Diagnose, Prognose und Behandlungsmonitoring ist die Erforschung von Biomarkern für Depression von besonderer wissenschaftlicher Relevanz. Der Einsatz von rTMS bei der Behandlung von Depressionen hat sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend etabliert und hat sich in zahlreichen klinischen Studien und Metaanalysen als sichere, nicht-invasive und wirksame Therapie erwiesen. Das übergeordnete Ziel dieser Arbeit war es, spezifische Korrelation zwischen der FAA bei depressiven Patienten und die rTMS-Therapie, vor allem des intensivierten iTBS-rTMS-Protokolls sowie die prädiktive Funktion der FAA im Zusammenhang mit der Behandlung von Depressionen weiter zu explorieren. Zu diesem Zweck wurden die Patienten zur Feststellung einer möglichen Response nach vier Wochen rTMS-Therapie mittels standardisierter Depressionsfragebögen evaluiert. Darüber hinaus wurde die frontale Alpha-Power sowohl vor Beginn der Therapie als auch nach der letzten Stimulation mittels EEG-Messungen erhoben. Die frontale Alphapower wurde auch bei gesunden Probanden mittels Ruhe-EEG erhoben. Es erfolgte ein Vergleich der Alpha-Asymmetrie vor und nach der Behandlung sowie zwischen depressiven Patienten und gesunden Probanden. Die Ergebnisse zeigten eine numerische Tendenz zur Alpha-Dominanz auf der linken Seite im Baseline-EEG der depressiven Patienten. außerdem zeigte die Gruppenvergleichsanalyse in der Kreuztabelle die linksdominante Gruppe (FAA < 0) eine Responserate von 62,5 % und die rechtsdominante Gruppe (FAA ≥ 0) eine Responserate von 40,0 %, allerdings waren diese Ergebnisse insgesamt nicht statistisch signifikant. Die Analyse einzelner Elektroden ergab signifikante Gruppenunterschiede sowohl für F3 als auch für F4, wobei beide Elektroden bei gesunden Probanden signifikant höhere Alpha- Power- Werte ergaben als bei depressiven Patienten. Insgesamt gab es jedoch keine statistisch signifikanten Unterschiede in den FAA-Werten zwischen depressiven Patienten und gesunden Probanden oder zwischen depressiven Patienten vor und nach der Behandlung. Nach unseren Ergebnissen stellt die frontale Alpha-Asymmetrie allein keinen zuverlässigen neurophysiologischen Marker für depressive Störungen bzw. für die Vorhersage eines Ansprechens auf rTMS-Behandlung dar. Diese Aussage steht im Einklang mit einer aktuellen Meta-Analyse (Luo et al., 2025). Weitere Forschungen zu multimodalen Konzepten für Biomarker, die EEG-Parameter mit biologischen Parametern kombinieren, wäre zu empfehlen. | |
| dc.identifier.uri | https://jlupub.ub.uni-giessen.de/handle/jlupub/22113 | |
| dc.identifier.uri | https://doi.org/10.22029/jlupub-21457 | |
| dc.language.iso | de | |
| dc.rights | In Copyright | |
| dc.rights.uri | http://rightsstatements.org/page/InC/1.0/ | |
| dc.title | Frontal-Alpha-Asymmetrie als neurophysiologischer Marker: Prognostische Relevanz bei der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation in der Depressionsbehandlung | |
| dc.type | doctoralThesis | |
| dcterms.dateAccepted | 2026-09-29 | |
| local.affiliation | FB 11 - Medizin | |
| thesis.level | thesis.doctoral |
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