Prävalenz der pulmonalen Hypertonie bei Dialysepatienten mit terminaler Niereninsuffizienz
Lade...
Datum
Autor:innen
Betreuer/Gutachter
Weitere Beteiligte
Beteiligte Institutionen
Herausgeber
Zeitschriftentitel
ISSN der Zeitschrift
Bandtitel
Verlag
Lizenz
Zitierlink
Zusammenfassung
Hintergrund: Bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz ist die pulmonale Hypertonie (PH) eine häufig beschriebene Komplikation mit unterschiedlicher Ätiologie. Die Prävalenzangaben liegen zwischen 17-56%. Ein Zusammenhang mit einer Volumenüberladung bei Dialysepatienten und der PH wird vermutet. Ziel dieser Studie ist also die Ermittlung der Prävalenz auf PH bei Dialysepatienten unter Normovolämie.Methoden: Unter 69 Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz des Dialysezentrums der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums Gießen, wurden 52 Patienten eingeschlossen und an diesen ein nichtinvasives Screening auf PH mittels Elektrokardiographie, Lungenfunktionsdiagnostik und transthorakaler Echokardiographie durchgeführt. Bei Verdacht auf eine PH, nach Diagnose-Kriterien der aktuellen ESC/ERS-Leitlinie, erfolgte die Messung der Flüssigkeitsretention durch Bioimpedanzspektroskopie mit einem Body Composition Monitor (BCM) sowie die Einstellung der Flüssigkeitslevels möglichst auf eine Normovolämie. Bei Normovolämie erfolgte bei diesen Patienten ein 2. nichtinvasives Screening mittels transthorakaler Echokardiographie und anschließend eine weitere diagnostische Abklärung durch Rechtsherzkatheterisierung, wenn echokardiographisch weiterhin Hinweise für eine PH bestanden. Patienten ohne V. a. eine PH wurden nach 1. Screening keiner weiteren Diagnostik unterzogen.Ergebnisse: Die Prävalenz der PH liegt in unserem Patientenkollektiv nach dem 1. nichtinvasiven Screening bei 23,1%, nach Regulation des Körperflüssigkeitsstatus mit dem Ziel einer Normovolämie bei 7,7% und reduziert sich nach Rechtsherzkatheterisierung, bezogen auf das gesamte Patientenkollektiv, auf nur 3,8%. Die PH ist in unserer Kohorte also häufig mit Überwässerung assoziiert, was zu einer erhöhten Prävalenz führt. Es besteht ein signifikanter Zusammenhang (p<0,001) zwischen der Überwässerung und V. a. PH im 1. Screening. Risikofaktoren für eine PH bei terminaler Niereninsuffizienz sind in unserem Patientenkollektiv die Überwässerung, das extracorporale Dialyseverfahren sowie der Schweregrad der Belastungsdyspnoe, eingeteilt in NYHA-Stadien.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
