Erbliche Augenerkrankungen beim Siberian Husky unter besonderer Berücksichtigung der Katarakt

Lade...
Vorschaubild

Datum

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

Untersuchung erblicher Augenerkrankungen beim Siberian Husky unter besonderer Berücksichtigung der KataraktZiel der vorliegenden Arbeit ist es Prävalenzen und Heritabilitäten der Augenerkrankungen beim Siberian Husky zu untersuchen. Es werden die Prävalenzen aller erblichen bzw vermutet erblichen Erkrankungen (Katarakt, Goniodysplasie, Distichiasis, MPP, Hornhautdystrophie, PRA und PHTVL/ PHPV) ermittelt. Für Katarakt, Goniodysplasie, Distichiasis und MPP werden Heritabilitäten durch eine Varianzkomponetenschätzung berechnet und mittels Varianzanalyse signifikante Einflussfaktoren bestimmt. Für die Analysen werden die Untersuchungsdaten des Dortmunder Kreises (DOK), Pedigreedaten des Verlags für Tierzucht und angewandte Genetik (TG-Verlag Gießen) und alle dem TG-Verlag vorliegenden Daten der Siberian Huskys des Deutschen Clubs für Nordische Hunde (DCNH) zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um die Verwandschaftsmatrix aller im TG-Verlag registrierten Siberian Huskys (20379 Tiere), die Ergebnisse von 1046 Augenuntersuchungen des DOK an 756 Siberian Huskys des Deutschen Clubs für Nordische Hunde in den Jahren 1998 bis 2008, wobei auf Grund vollständiger Abstammungsinformationen nur 743 Tiere in die Berechnungen einfließen. Für die genetische Auswertung wird die Verwandschaftsmatrix von 4041 Tieren herangezogen. Von den 743 untersuchten Tieren sind 52 Hunde (7 %) von Katarakt, 16 Tiere (2,15 %) von Goniodysplasie, 15 Huskys (2,02 %) von Distichiasis, 10 Tiere (1,35 %) von Membrana pupillaris persistens (MPP), 6 Hunde (0,81 %) von Hornhautdystrophie, 2 Tiere (0,27 %) von Progressiver Retinaatrophie (PRA) und 1 Husky (0,13 %) von Persistierender hyperplastischer Tunica vaskulosa lentis (PHTVL/ PHPV) betroffen. Als Merkmale gehen Katarakt gesamt (KAT_ges), Katarakt mit Lokalisationsangabe (KAT_lok), Katarakta polaris posterior (KAT_pol_p) und Katarakta kortikalis posterior (KAT_kort_p), sowie Goniodysplasie, Distichiasis und Membrana pupillaris persistens in die Varianzanalyse ein, wobei der Einfluss folgender Faktoren auf die Merkmale getestet wird: Geschlecht, Alter zum Zeitpunkt der Augenuntersuchung, Geburts- und Untersuchungsjahr, Geburtsquartal, Wurfgröße, Inzucht, Untersucher und Untersucherfrequenz. Weibliche Tiere sind signifikant häufiger von Distichiasis betroffen als männliche Tiere. Das Geburtsquartal zeigt einen signifikanten Einfluss auf die Verteilung der Kataraktbefunde. Untersuchungsjahr und Untersucherklasse haben einen signifikanten Einfluss auf Katarakt und Goniodysplasie. Hunde, die einen Inzuchtkoeeffizienten von < 0,001 % besitzen haben das geringste Risiko einer positiven Katarakt-Diagnose. Nach Transformation in das Schwellenwertmodell wird für die Distichiasis eine Heritabilität von h2= 0,537 ± 0,208, für die Goniodysplasie h2= 0,136 ± 0,141 und die Katarakt h2= 0,374 ± 0,112 ermittelt. Die Heritabilität des hinteren Polstars (KAT_pol_pos) beträgt h2= 0,314 ± 0,156 und die der posterior-kortikalen Katarakt (KAT_kort_p) h2= 1,108 ± 0,306 (untransformiert 0,133), wobei diese außerhalb des Schätzbereichs liegt.Zu den Augenerkrankungen mit den höchsten Prävalenzen zählen die Katarakt, die Goniodysplasie, die Distichiasis und die MPP. Bei der vorherrschenden Kataraktlokalisation ist der hintere Polstar, zum Teil mit Beteiligung des hinteren Kortex zu nennen. Eine erbliche Komponente scheint bei der Katarakt mit Lokalisation hinterer Pol und Kortex gesichert, sowie bei Distichiasis.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Giessen : VVB Laufersweiler

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform