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Häufigkeit und prognostische Rolle einer organisierenden Pneumonie bei Patienten mit prolongiertem Weaning (Entwöhnung) von der mechanischen Beatmung

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2021

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Patienten mit prolongiertem Weaning (Entwöhnung) von der invasiven Beatmung stellen eine zwar numerisch kleine, von der Prognose und der sozioökonomischen Bedeutung her aber sehr bedeutende Gruppe von Patienten dar. Bei den, im WZ der Pneumologischen Klinik Waldhof Elgershausen behandelten Patienten mit schwierigem oder prolongiertem Weaning fiel auf, dass etliche dieser Patienten persistierende oder zunehmende alveoläre Konsolidationen aufwiesen, die als Erklärungsansatz für den prolongierten Weaningprozess herangezogen werden konnten. Eine der Differentialdiagnosen dieser Infiltrate ist die kryptogen organisierende Pneumonie (cryptogenic organizing pneumonia, COP), eine Unterform der idiopatischen interstitiellen Pneumonie, gekennzeichnet durch eine unkontrollierte mesenchymale Proliferation, als auch eine sekundäre organisierende Pneumonie, im Rahmen von Infekten, Medikamenteeinwirkung, Tumoren und Autoimmunerkrankungen, die sich von der idiopathischen Form radiologisch und histologisch nicht unterscheiden lässt. Bezogen auf die Situation beim prolongiertem Weaning sollte daher in dieser Arbeit gezeigt werden, wie häufig und wie wichtig prognostisch eine organisierende Pneumonie ist sowie welchen Einfluss eine Steroidtherapie (Goldstandard der Therapie) auf das Weaningergebnis hat, da Steroide aufgrund der myopathischen Wirkungen oder der begleitenden Infektion gerade in diesem Kontext ungerne angewandt werden. Die klinischen Charakteristika unserer Kohorte (162 Patienten) sowie der Verlauf und die Ergebnisse der Entwöhnung in unserem Zentrum decken sich mit den Daten veröffentlichter nationalen und internationalen Arbeiten. Eine organisierende Pneumonie wurde bei 11,1% der Patienten histologisch nachgewiesen und bei 22,2% klinisch-radiologisch als sehr wahrscheinlich angesehen. Bei diesen Patienten wurde eine Prednisolon-Therapie appliziert (im Median 30 mg/die), die in allen Fällen einen therapeutischen Erfolg aufwies. Patienten mit COP wiesen in unserer Analyse mit 3,7% eine niedrigere Krankenhausmortalität auf. Im Gegensatz dazu verstarben Patienten ohne COP zu 15,7%. Unter Berücksichtigung der Einschränkungen einer retrospektiven Analyse von nur einen WZ ließ sich daraus ableiten, dass Patienten mit COP einen eher günstigeren Verlauf aufwiesen und dass das verabreichte Cortison zumindest keinen negativen Einfluss auf das Ergebnis der Entwöhnung hatte. Die 30-Tagesmortalität und im ersten Jahr unterschied sich nicht signifikant zwischen den Patienten mit COP und ohne COP. Keine signifikanten Unterschiede zeigten sich ebenfalls hinsichtlich der gesamten Dauer der invasiven Beatmung als auch der Dauer von der Übernahme der Patienten in unserem Zentrum bis zur Extubation.

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