Ausgangspunkt dieser Dissertation ist die Feststellung, dass der positive Zusammenhang zwischen wahrgenommener Bedrohung der Eigengruppe und diskriminierenden Einstellungen gegenüber der Fremdgruppe eine robuste empirische Regelmäßigkeit in sozialwissenschaftlichen Untersuchungen zu interethnischen Konflikten darstellt. Mit dem Ziel der Erweiterung dieses Forschungsstandes untersucht diese Dissertation vier zentrale Fragestellungen. Die erste Studie analysiert die kausalen Wirkrichtungen zwischen wahrgenommener Bedrohung der Eigengruppe und diskriminierenden Einstellungen gegenüber der Fremdgruppe. Im Zentrum der zweiten Studie steht die Untersuchung potentieller moderierender Faktoren der Beziehung zwischen wahrgenommener Bedrohung und diskriminierenden Einstellungen. In der dritten Studie wird die Wirkung der objektiven demographischen Größe der Fremdgruppe auf wahrgenommene Bedrohung und diskriminierende Einstellungen untersucht. Die vierte und abschließende Studie dieser Dissertation richtet sich auf eine stärker methodologische Fragestellung und vergleicht die Potentiale von latenten autoregressiven Strukturgleichungsmodellen mit kreuzverzögerten Effekten und Wachstumskurvenmodellen für latente Konstrukte.
Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen