Vergleich der anästhesiologischen Wirkungen und Nebenwirkungen von Proxymetacain und Oxybuprocain bei der Anwendung an der Hornhaut ophthalmologisch gesunder Hunde
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Zusammenfassung
Beim klinischen Einsatz von lokalanästhetischen Augentropfen fallen Wirkunterschiedezwischen Präparaten und der verabreichten Tropfenzahl auf. In der vorliegenden Studiewerden daher die Wirkung und Nebenwirkungen der zwei in Deutschland häufigsten ophthalmologischenLokalanästhetika, Proxymetacain und Oxybuprocain, miteinander verglichen.Es werden 60 ophthalmologisch gesunde Hunde in einer prospektiven, doppelt geblindeten,randomisierten Studie zwei Mal untersucht: Jeder Hund bekommt von beiden Präparateneinen und zwei Tropfen appliziert, so dass vier verschiedene Behandlungsvarianten zustandekommen: P=1 Tropfen Proxymetacain, PP=2 Tropfen Proxymetacain, C=1 Tropfen Oxybuprocain,CC=2 Tropfen Oxybuprocain. Durch dieses Vorgehen wird jede dieser Behandlungsvariantenan jedem Hund angewandt. Die Auswertung beinhaltet sowohl die Ästhesiometrieals auch die Tonometrie (TonoPen®XL) und Messung der basalen Tränenproduktion(Schirmer Tränentest 2). Die Ästhesiometrie wird an fünf Messstellen der Hornhaut (zentral,nasal, dorsal, temporal und ventral) mit einem Cochet-Bonnet-Ästhesiometer durchgeführt.Die Ästhesiometrie ergibt den Nachweis, dass es zu statistisch signifikant unterschiedlicherWirkstärke kommt, und zwar zum einen in Abhängigkeit von dem angewandten Präparat alsauch von der applizierten Tropfenzahl. Dies ergibt folgende aufsteigende Effektivität: P C PP CC. Es kommt zur Beeinflussung der ästhesiometrischen Werte durch das Alter derHunde. Aber es können keine signifikanten Unterschiede in den Begleiterscheinungen(Retraktion des Bulbus, anhaltender Blepharospasmus) festgestellt werden. Der Einfluss derverschiedenen Behandlungsvarianten wird ebenfalls bei der Tonometrie beobachtet. DieHunde mit der effektiveren Behandlungsvariante zeigen statistisch signifikant wenigerAbwehrbewegungen in Erwartung der Annäherung des Tonometers. Dies bestärkt das obenschon aufgeführte Ergebnis, dass P zur geringsten Sensibilitätsabnahme führt. Mit zunehmendemAlter kommt es zum abnehmendem intraokularen Druck.Neben dem analgetischen Effekt besitzen die Lokalanästhetika auch eine drucksenkendeWirkung. Sie nimmt in folgender Reihenfolge zu: P C PP CC.Interessanterweise wird die Tränenproduktion anders als der intraokulare Druck durch dieAnzahl der verabreichten Augentropfen statistisch signifikant beeinflusst, so dass eine andereReihenfolge der Wirkeffekte entsteht: P - PP - C - CC.Die Messung des Schirmer Tränentests 2 wird durch die Anzahl der applizierten Augentropfenund das Gewicht der Hunde statistisch signifikant beeinflusst. Es entsteht eine andersgeordnete Reihenfolge der Effektivität der vier Behandlungsvarianten im Vergleich zurÄsthesiometrie und Tonometrie. Die gemessene Menge an Tränenflüssigkeit nimmt nämlichwie folgend aufgeführt ab, bzw. der hemmende Einfluss auf die produzierte Tränenflüssigkeitwie folgend aufgeführt zu: P PP C CC.Es besteht also ein messbarer Unterschied in der anästhesiologischen Wirkstärke zwischenden beiden Lokalanästhetika und der angewandten Tropfenzahl. Außerdem kommt es zueinem statistisch signifikanten Unterschied in der drucksenkenden und hemmenden Wirkungauf die Tränenproduktion: Oxybuprocain besitzt eine größere anästhesiologische und drucksenkendeEffektivität, zwei Tropfen beider Präparate eine größere anästhesiologische undhemmende auf die Tränenproduktion.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
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Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
