Einsatz der exfoliativen Endometriumszytologie bei Zuchtstuten unter Praxisbedingungen : Vergleich von verschiedenen Entnahmemethoden

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Ziel der vorliegenden Untersuchung war es herauszufinden, inwiefern sich drei Systeme (Knudsen-Katheter, CytologyBrush®, Uteruskulturtupfer) zur intrauterinen Gewinnung von Zytologien bei Zuchtstuten hinsichtlich der Anzahl auswertbarer Proben und dem Nachweis von neutrophilen Granulozyten unterscheiden. Zudem sollte durch eine parallel entnommene Probe zur bakteriologischen Untersuchung ermittelt werden, ob es eine signifikante Korrelation zwischen dem Nachweis fakultativ pathogener Keime und von Entzündungszellen in der exfoliativen Endometriumszytologie gibt. Außerdem war es von Interesse herauszufinden, ob die Ergebnisse der bakteriologischen, zytologischen und gynäkologischen Untersuchung einen Einfluss auf die Trächtigkeitsrate ausüben.Insgesamt wurden Proben von 340 Stuten entnommen, wobei in 279 Fällen zytologische und bakteriologische Ergebnisse vorlagen.Folgende relevante Ergebnisse konnten erzielt werden:Paarvergleich der Entnahmesysteme für Zytologien:- In der Konfigurationsfrequenzanalyse wurde deutlich, dass der Knudsen-Katheter signifikant mehr Proben liefert, die aufgrund von zu wenig Zellmaterial nicht auswertbar waren, als die beiden anderen Systeme.- Der Uteruskulturtupfer führte signifikant häufiger zu Deformationen an den Zellen,während im CytologyBrush® am meisten Erythrozyten nachzuweisen waren.- Mit dem CytologyBrush® konnten signifikant mehr Endometriumszellen pro Gesichtsfeld detektiert werden als mit dem Knudsen-Katheter und dem Uteruskulturtupfer.- Der Knudsen-Katheter wies signifikant häufiger (p < 0,0001) neutrophile Granulozyten nach als der Uteruskulturtupfer, nicht jedoch als der CytologyBrush®. Der CytologyBrush® wies signifikant häufiger (p < 0,0001) neutrophile Granulozyten nach als der Uteruskulturtupfer.Zusammenhang zwischen zytologischer Untersuchung und Daten aus Anamnese und gynäkologischer Untersuchung:- Durch Verwendung von keinem der drei Systeme konnte ein signifikanter Zusammenhang zwischen anamnestischen Angaben und dem Nachweis von Entzündungszellen in der Zytologie nachgewiesen werden.- Bei Stuten mit uterinen Zysten ließ sich bei der Entnahme mit dem Knudsen- Katheter signifikant häufiger (p = 0,04) ein positives zytologisches Ergebnis nachweisen als bei Stuten ohne diese Gynäkopathie.Bakteriologische Untersuchung:- Die am häufigsten nachgewiesenen Keimarten waren Escherichia coli (33 %), beta-hämolysierende Streptokokken (26 %), alpha-hämolysierende Streptokokken (17 %), gamma-hämolysierende Streptokokken (12 %) und Staphylococcus epidermidis (11 %). Alle anderen Keimarten wurden mit einer Häufigkeit unter 10 % detektiert.Zusammenhang zwischen bakteriologischer und zytologischer Untersuchung:- Bei Verwendung des CytologyBrush® ließen sich bei Stuten mit Nachweis von beta-hämolysierenden Streptokokken signifikant häufiger (p = 0,002) neutrophile Granulozyten finden als bei Stuten, bei denen keine beta-hämolysierenden Streptokokken nachgewiesen wurden.- Es zeigte sich eine signifikant positive Korrelation (rs = 0,26; p = 0,005) zwischen der Anzahl an Entzündungszellen im zytologischen Ausstrich und einem steigenden Keimgehalt an beta-hämolysierenden Streptokokken bei Verwendung des CytologyBrush®-Systemes.Ob beta-hämolysierende Streptokokken und Escherichia coli in Reinkultur oder aber in Mischkultur mit pathogenen oder apathogenen Keimen nachgewiesen wurden, hatte keinen signifikanten Einfluss auf das zytologische Ergebnis.Einflussfaktoren auf das Trächtigkeitsergebnis- Im Rahmen einer schrittweisen multiplen logistischen Regression zeigte sich, dass Stuten mit intrauterinen Flüssigkeitsansammlungen signifikant (p = 0,01) seltener tragend werden.Zusammenfassend ist festzuhalten, dass von den getesteten Systemen der CytologyBrush® am geeignesten ist, da er den höchsten Anteil auswertbarer Proben lieferte sowie eine signifikante Korrelation zwischen dem Nachweis von neutrophilen Granulozyten und dem Auftreten von beta-hämolysierenden Streptokokken bestand.

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Erstpublikation in

Giessen : VVB Laufersweiler 2009

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