Die Wirkung von Selbstregulation, Selbstkonzept und Motivation auf die Diagnosekompetenz angehender Lehrkräfte

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Im Zuge der Diskussion um die Ergebnisse internationaler Schulleistungsstudien gewann die Forderung nach diagnostischer Kompetenz von Lehrkräften und die Implementierung diag-nosebezogener Lernangebote in der Lehrerbildung an Bedeutung. Darauf Bezug nehmend wurde das Forschungsprojekt Professionsorientierte Lehrerbildung initiiert, durchgeführt und abgeschlossen. Die hier vorgelegte Arbeit ist aus diesem Projekt hervorgegangen. Ein Anliegen im Rahmen des Projekts war die Unterstützung der Entwicklung diagnostischer Kompetenz bei angehenden Lehrkräften in der universitären Studienphase durch fachüber-greifend vernetzte, diagnosebezogene Lernangebote. Die Fragestellungen der vorliegenden Arbeit beziehen sich auf selbstregulative und damit zusammenhängende motivationale sowie kognitive Aspekte und das Fähigkeitsselbst-konzept als Lernvoraussetzungen für den Aufbau von Diagnosekompetenz bei angehenden Lehrkräften. Zudem waren die Fragen zu klären, ob diagnosebezogenes Wissen sowie diag-nostische Kompetenz aufgebaut wurden.Ergebnisse der Analysen sind zum einen die heterogenen Lernvoraussetzungen der an-gehenden Lehrkräfte und zum anderen, dass der selbstregulative Aspekt Toleranz gegenüber Misserfolg im Studium den Aufbau von diagnosebezogenem Wissen moderiert. Angehende Lehrkräfte mit hoher Toleranz gegenüber Misserfolg im Studium haben weniger diagnose-bezogenes Wissen erworben als diejenigen, deren Toleranz gegenüber Misserfolg im Studium niedriger ist. Eine Längsschnittanalyse zeigt zudem, dass dieser Moderator vom zweiten zum sechsten Fachsemester signifikant steigt. Ein Test der Diagnosekompetenz hat ergeben, dass angehende Lehrkräfte nach der Nutzung diagnosebezogener Lerngelegenheiten die Mo-tivation und das Fähigkeitsselbstkonzept von computerbasiert simulierten Schülern signifi-kant genauer diagnostizieren als eine Vergleichsgruppe ohne diese Lerngelegenheiten. In einer zusätzlichen Analyse wurde überprüft, ob die papier- und computerbasierte Bearbeitung zweier standardisierter Instrumente, die in den Erhebungen eingesetzt wurden, vergleichbar ist. Zudem wurde untersucht, welche dieser Bearbeitungsarten eine höhere Rücklaufquote verspricht. Ergebnis daraus ist die psychometrische Vergleichbarkeit und entgegen anderer Berichte war der Rücklauf online höher als papierbasiert.

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