Hydrolyse und Transport sulfatierter Steroide in den Plazentomen des Rindes : Charakterisierung der Expression und der Funktionen von Steroidsulfatase (StS) und des Sodium-dependent Organic Anion Transporters (SOAT)
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Zusammenfassung
Die Rinderplazenta produziert während der Trächtigkeit erhebliche Mengen an Östrogenen. Mit Ausnahme der letzten beiden Wochen der Trächtigkeit werden diese zum überwiegenden Teil in Form von Estronsulfat (E1S) aus dem Trophoblasten freigesetzt. Die funktionelle Bedeutung der plazentaren Östrogensynthese des Rindes ist weitgehend unklar, da Estronsulfat nicht mit den klassischen nukleären Östrogenrezeptoren interagiert. Unter der Einwirkung einer Steroidsulfatase (StS) können sulfatierte Östrogene jedoch in freie, rezeptoraktive Östrogene überführt werden ("Sulfatase Pathway" zur Produktion freier Östrogene). In vorangegangenen Arbeiten an Gewebehomogenaten konnten in den Plazentomen und dort v.a. in den Karunkeln hohe Steroidsulfatase-Aktivitäten nachgewiesen werden. Weiterhin fand sich in den Karunkeln, insbesondere in den Karunkelepithelzellen, eine hohe Östrogenrezeptor-Expression. Diese Befunde sprechen dafür, dass die plazentaren Östrogene vorwiegend als lokale Regulatoren von Wachstum, Differenzierung und Funktionen der Karunkeln fungieren. Ihre Wirkung wäre dabei weitgehend auf ein limitiertes Spektrum potentiell östrogenresponsiver Zielzellen begrenzt, die neben einem Östrogenrezeptor auch eine Steroidsulfatase exprimieren. Zur Überprüfung dieser Hypothese sollte in der vorliegenden Arbeit die bovine Steroidsulfatase kloniert, auf molekularer Ebene charakterisiert und ihre Expression in den Rinderplazentomen im Verlauf der Gravidität erfasst werden.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
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Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler 2008
