Diagnostik und Therapie von Malnutritionssyndromen bei HIV-Infektion/AIDS und Mukoviszidose

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Malnutrition ist ein häufig beobachteter Risikofaktor sowohl bei der HIV-Infektion als auch bei der Mukoviszidose. Da die Mangelernährungin signifikanter Weise die Mortalität und Morbitität beider Krankheitsbilder mitbeeinflußt, ist es von Bedeutung, die Malnutrition frühzeitig zuerfassen und zu behandeln. Fragestellung: An der Justus-Liebig-Universität wurde nach einer Evaluierung des Ernährungsstatus von ambulanten HIV- und Mukoviszidosepatientenüber einen Zeitraum von zwei Jahren eine individuelle Ernährungsbetreuung angeboten. In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht,inwieweit sich der Ernährungszustand während des Untersuchungszeitraums veränderte und sich eine eventuelle Mangelernährungverhindern ließ. Patienten und Methodik: Es wurden die Daten von 10 HIV-Patienten (Stadium B; C) und von 123 CF-Patienten (Alter 0-38 Jahre) ausgewertet. Bei beidenPatientenkollektiven wurde neben den anthropometrischen Parametern die Körperzusammensetzung mittels einer bioelektrischenImpedanzanalyse BIA erhoben. Eine Ruheumsatzmessung der HIV-Patienten erfolgte mit der indirekten Kalorimetrie. Mit einer Blutanalysebestimmte man biochemische Ernährungsparameter. Die Patienten erhielten ein standartisiertes Ernährungsprotokoll mit nach Hause, umüber 7 Tage die Nahrungsmittel quantitativ und qualitativ zu notieren. Die Mukoviszidosepatienten sollten zusätzlich die eingenommenenPankreasenzyme dokumentieren. Ergebnisse: Der BMI der HIV-Patienten lag, trotz einzelner, starker Gewichtsveränderungen, zu beiden Untersuchungszeitpunkten im Normbereich. Eshatte somit kein Wasting stattgefunden. Die Auswertung der Ernährungsprotokolle ergab eine Abnahme der Energiezufuhr, aber dieNährstoffzusammensetzung konnte verbessert werden, indem die Proteinzufuhr erhöht wurde. Hinweise für eine Proteinmalnutrition gab esnicht. Bei den Mukoviszidosepatienten konnte die Energiezufuhr ebenfalls nicht gesteigert werden, aber die Fett- und Enzymzufuhrverbesserten sich. Dieser Erfolg zeigte sich in der Stabilisierung des Längen-Soll-Gewichts und in der Zunahme des BMI. Schlussfolgerungen: Die Ernährungsbetreuung sollte frühzeitig nach der Diagnosestellung beginnen und regelmäßig und kontinuierlich von einerErnährungsfachkraft durchgeführt werden.

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