Zur Schulterbelastung durch externe Brustprothesen : ein experimenteller Vergleich verschiedener Formen der epikutanen Versorgung nach Ablatio mammae

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Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Nicht immer ist eine brusterhaltende Therapie möglich. Neben operativen Methoden der Brustrekonstruktion nach einer Mamma-Amputation besteht vor allem die Möglichkeit, die betroffenen Frauen vorübergehend oder dauerhaft mit epikutanen Brustprothesen zu versorgen. Jedoch klagen Patientinnen dann über Beschwerden wie Schulterschmerzen und Verspannungen. Diese werden auf die Gewichtsbelastung im Schultergürtel zurückgeführt. Daher werden heute auch gewichtsreduzierte Lightprothesen und Kontaktprothesen angeboten. Die Probleme der Schulterbelastung wurden bisher kaum untersucht und auf eine messtechnisch objektivierbare Basis gestellt. In der vorliegenden Pilotstudie wurden verschiedene Prothesentypen und -größen an männlichen Probanden als quasi beidseitig abladierte Personen getestet. Die durch die Prothesen entstehenden Gewichtskräfte, die über die BH-Träger zur Schulter abgeleitet werden, wurden dort mittels eines elektronischen Drucksensors erfasst und ausgewertet. Als Zielparameter dienten dabei die entstehenden Druckamplituden, die durch das Schwingen der Prothesen an dieser Stelle erzeugt wurden. Die Auswertung erfolgte paarweise zwischen zwei Prothesen, die bis auf das zu untersuchende Merkmal bezüglich des Materials möglichst gleichartig waren. Dabei konnte zum einen gezeigt werden, dass gewichtsreduzierte Lightprothesen die entstehende mittlere Druckamplitude signifikant (p < 0.01) gegenüber dem normalgewichtigen Modell vermindern. Bei Kontaktprothesen, also Prothesen, die durch einen Haftstreifen oder einer Haftfläche auf der Haut fixiert sind, konnte für schwere Prothesen ein signifikanter (p < 0.01) Vorteil gegenüber entsprechenden Normalprothesen gefunden werden. Außerdem fanden sich Anzeichen dafür, dass Kontaktprothesen einen Vorteil beim zügigen Laufen haben. Gewichtsreduzierte Kontaktprothesen stellen derzeit die optimale Versorgung nach Ablatio mammae dar.

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