Diagnose Malignes Melanom und Stressbelastung : neuroendokrine Marker und subjektive Belastung bei Patienten mit und ohne psychoonkologischem Betreuungsbedarf

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An Patienten mit Malignem Melanom, die sich zur Exzision, zum Staging oder zu Nachkontrollen in den Hautkliniken von Gießen und Marburg vorstellten, wurde ein Screening auf psychoonkologischen Betreuungsbedarf durchgeführt. Aus dieser Kohorte wurden 17 Patienten mit Betreuungsbedarf (Patienten PO) und 17 Patienten ohne Betreuungsbedarf (NPO) hinsichtlich ihrer Belastung mit Stress untersucht. Verglichen wurden die subjektiven Belastungen Stress, Ängstlichkeit und Depression und Lebensqualität, außerdem wurden im Serum der Patienten die Stressmediatoren Cortisol, BDNF und SLURP1 gemessen. Patienten mit psychoonkologischem Betreuungsbedarf weisen eine höhere subjektive Belastung mit Stress, Angst und depressiven Symptomen auf als die Kontrollgruppe. Die Werte ähneln denen von Patienten mit Depressionserkrankungen zu Beginn einer stationären Behandlung. Die Konzentrationen der Stressmediatoren zeigen keine signifikanten Unterschiede zwischen Melanompatienten mit und ohne Betreuungsbedarf. Das Protein SLURP1 liegt bei beiden Gruppen von Melanompatienten im Mittel in niedrigerer Konzentration vor als bei depressiven Patienten und bei gesunden Kontrollpersonen. Diese Ergebnisse zeigen, dass ein Screeningtool aus den vier Komponenten Hornheider Screening Instrument (HSI), Fragebogen zur Belastung von Krebspatienten(FBK-R10), Distress Thermometer (DT) und Psychoonkologische Basisdokumentation (PO-BaDo) zuverlässig zwischen Patienten mit und ohne Betreuungsbedarf unterscheiden kann und Patienten mit hoher psychosozialer Belastung sicher identifiziert.Mit SLURP1 rückt ein Parameter in den Fokus, der über das Immunsystem Einfluss auf Tumorkontrolle und Krankheitsverlauf ausüben kann und durch eine stressreduzierende Intervention positiv beeinflusst werden könnte. Dieser Parameter sollte in künftigen Studien berücksichtigt werden.

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