Vergleich einer simultanen GnRH Analogon/Prostaglandin F2alpha-Behandlung mit einer zeitlich versetzten Prostaglandin F2alpha/GnRH-Analogon-Gabe bei Milchkühen mit Azyklie und Ovarialzysten

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Die vorliegende Arbeit hatte zum Ziel bei Milchkühen mit Ovarialzysten oder Azyklie ohne zystische Funktionskörper auf den Eierstöcken, die gleichzeitige GnRH Analogon/Prostaglandin F2& #61537;-Behandlung (Gruppe 1) mit der konventionellen GnRH-Analogon/Prostaglandin F2& #61537;-Applikation (Gruppe 2) im Abstand von sieben Tagen hinsichtlich des Brunstinduktionserfolges, des Zeitpunktes der Brunst und der Trächtigkeitsrate zu vergleichen. Des Weiteren wurde geprüft, ob verschiedene Milchparameter, das Alter, der Abstand zur letzten Geburt, die Laktationszahl und der Body Condition Score einen Einfluss auf das Auftreten von Brunstsymptomen, den Zeitpunkt der Brunst und die Trächtigkeitsrate ausüben.In die Studie wurden 180 Kühe der Rasse Holstein-Friesian und Holstein Friesian/Jersey-Kreuzung einbezogen, die bis zum 65. Tag post partum keine Anzeichen von Brunst zeigten, bei denen keine Besamung zwischen der Geburt und dem Tag der Erstvorstellung durchgeführt wurde und die am Tag der Erstvorstellung keine Erkrankungen des Uterus aufwiesen. Des Weiteren durften keine Störungen des Allgemeinbefindens und keine Erkrankungen von der Abkalbung bis zum Vorstellungszeitpunkt vorliegen.Die Kühe wurden am Tag der Vorstellung nach klinischer Untersuchung und Feststellung, dass sie die Einschlusskriterien erfüllen, entsprechend der Gruppenzugehörigkeit behandelt.Am Tag der Erstvorstellung und am 7. Tag nach der Behandlung wurde zur Progesteronbestimmung eine Milchprobe vor dem Melken gewonnen.Folgende relevanten Ergebnisse wurden erzielt:Die Anzahl brünstiger Tiere zwischen beiden Gruppen ist statistisch signifikant different (p = 0,001). So wurden von den Kühen aus Gruppe 2 64 %, von den Kühen aus Gruppe 1 nur 37,4 % brünstig. Der Unterschied zwischen den Gruppen hinsichtlich des Zeitpunktes des Auftretens von Brunstsymptomen ist ebenfalls statistisch signifikant (p = 0,018). Bei den Kühen der Gruppe 2 trat die Brunst durchschnittlich 7,8 Tage nach der Erstbehandlung auf, während sie bei den Kühen der Gruppe 1 schon mit 6 Tagen auftrat.Der Unterschied der Anzahl der trächtigen Tiere war mit 11 Tieren (Trächtigkeitsrate 32,4 %) in der Gruppe 1 und 13 Tieren (Trächtigkeitsrate 22,8 %) in der Gruppe 2 nicht signifikant (p = 0,451). Inklusive der nicht in die Brunst gekommenen Tiere sind in der Gruppe 1 12,1 % und in der Gruppe 2 14,6 % der Tiere trächtig geworden.Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich mit dem Protokoll einer gleichzeitigen GnRH-Analogon/Prostaglandin F2& #61537;-Behandlung zwar eine Brunst induzieren lässt, es jedoch dem Protokoll einer konventionellen GnRH-Analogon/Prostaglandin F2& #61537;-Applikation im Abstand von sieben Tagen hinsichtlich der Anzahl der induzierten Brunsten unterlegen ist. Unterschiede in der Trächtigkeitsrate bestehen zwischen den Behandlungsprotokollen jedoch nicht.Weiterhin konnte gezeigt werden, dass es einige tierindividuelle Faktoren gibt, die Einfluss auf den Behandlungserfolg ausüben können.

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