Magnesiumstatus nicht-schwangerer und schwangerer Frauen mit verschiedenen Ernährungsweisen
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Zusammenfassung
Hintergrund: Daten zur üblichen Ernährung zeigen für Frauen, insbesondere für Schwangere, eine Magnesiumzufuhr unterhalb der Empfehlungen. Da vor allem pflanzliche Lebensmittel hohe Magnesiumgehalte aufweisen (insbesondere Nüsse, Vollkornprodukte), könnten Ernährungsweisen mit einem hohen Anteil pflanzlicher Lebensmittel mit einer besseren Magnesiumversorgung verbunden sein als eine übliche Mischkost. Ziel: Untersuchung des Magnesiumstatus von nicht-schwangeren und schwangeren Frauen, deren gewohnheitsmäßige Kost unterschiedliche Anteile pflanzlicher Lebensmittel enthielt. Methoden: Die Studiengruppen bestanden aus 243 nicht-schwangeren und 70 schwangeren Vollwertköstlerinnen, deren Kost weitgehend präventiven Ernährungsempfehlungen entsprach, 104 nicht-schwangeren Rohköstlerinnen, deren Nahrungsmenge zu 70 - 100 % aus pflanzlicher Rohkost bestand, sowie 175 nicht-schwangeren und 35 schwangeren Mischköstlerinnen als Kontrollgruppe, die sich gemäß dem Bundesdurchschnitt ernährten. Datengrundlage waren u. a. 7-Tage-Schätzprotokolle, Blut- und Urinuntersuchungen. Für die statistische Analyse wurden verschiedene multivariate Methoden eingesetzt. Ergebnisse: Bei den nicht-schwangeren Frauen war die pflanzenbetonte Kost der Vollwert- und Rohköstlerinnen mit einer höheren Magnesiumzufuhr verbunden als die Kost der Mischköstlerinnen. Dies spiegelte sich nicht in den Serummagnesiumspiegeln wider. Die höheren Magnesiumkonzentrationen im Erythrozyten deuten auf einen günstigeren Magnesiumstatus bei Rohkost-Ernährung hin. Die tatsächlichen Unterschiede im Magnesiumstatus zwischen üblicher und pflanzenbetonter Kost sind möglicherweise deutlicher als mit der vorliegenden Untersuchung nachweisbar war, da sich die als Kontrollgruppe herangezogenen Mischköstlerinnen etwas günstiger ernährten, eine höhere Magnesiumzufuhr aufwiesen und höhere Serummagnesiumspiegel hatten als der Bundesdurchschnitt.Auch in der Schwangerschaft, die mit einem erhöhten Magnesiumbedarf einhergeht, waren zwischen Vollwert- und Mischköstlerinnen keine unterschiedlichen Magnesiumkonzentrationen im Serum und Erythrozyten zu beobachten, obwohl die Vollwertköstlerinnen eine höhere Magnesiumzufuhr als die Mischköstlerinnen aufwiesen. Jedoch lässt die bei den Schwangeren beobachtete höhere renale Magnesiumausscheidung der Vollwertköstlerinnen auf einen günstigeren Magnesiumstatus bei einer pflanzenbetonten Ernährungsweise gegenüber einer üblichen Mischkost schließen. Unterstützt wird dies durch das verminderte Auftreten von Wadenkrämpfen bei den Vollwertköstlerinnen.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Verzehrsprotokolle und Fragebögen der Studien:
Gießener Vollwert-Ernährungsstudie (VWS)
- Verzehrsprotokoll_VWS
- 1_Fragebogen_VWS
- 2_Fragebogen_Aktivitaet_VWS
Gießener Rohkost-Studie (RKS) -Verzehrsprotokoll_RKS
Gießener Schwangerschafts-Studie (SSS)
- Verzehrsprotokoll_SSS
- Fragebogen_SSS
- Schwangerschaftstagebuch_SSS
