Magnesiumwerkstoffe als resorbierbare Implantatmaterialien im Rattenmodell
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Für die stabilisierende Knochenchirurgie sind resorbierbare Implantate von großer Be- deutung, da eine weitere Operation zur Entfernung von Implantaten nach der Knochen- heilung nicht erforderlich wäre. Mg-haltige Legierungen könnten dafür geeignete Materialien sein, da Mg beim Menschen eine hohe Tolerabilität aufweist. In dieser Arbeit wurden in-vivo-Untersuchungen zur Korrosionserfassung an Knochen- schrauben, bestehend aus 1-mal und 2-mal verpressten Mg-haltigen W4-Legierungen und Mg-HA-Komposit am Femur von Ratten vorgenommen. Die Bestimmung der Korrosion erfolgte mittels histomorphometrischer Messungen der Distanz der am weitesten entfernt liegenden H2-Gasblasen und der Flächen aller H2-Gasblasen in der Peripherie der Implantatregion.Die größte Gasblasenfläche wurde bei Implantaten aus 2-mal verpresster W4-Legierung nach einer Beobachtungszeit von 6 Wochen mit 31,6% gemessen. Nach 12 Wochen hatte die Gasblasenbildung in allen 3 Werkstoffen (W4 1-mal verpresst, W4 2-mal verpresst, Mg-HA-Komposit) abgenommen. Der intergruppale Vergleich der Gasblasenflächen bei 1-mal und 2-mal verpresster W4-Legierung nach 6 Wo, sowie bei W4-Legierungen und Mg-HA-Komposit nach 12 Wo wies keine signifikanten Unterschiede auf. Dagegen fanden sich signifikant hohe Gasblasenbildungen bei Implantaten aus 2-mal verpresster W4-Legierung nach 6 Wochen im Vergleich zu W4 2-mal verpresst mit einer Beobachtungszeit von 12 Wochen. Innerhalb dieser Gruppe waren die Gasblasen nach 6 Wochen auch am weitesten entfernt. Signifikante Unterschiede beim Vergleich der Entfernungen der Gasblasen wurden dagegen nicht gemessen. Des Weiteren wurden enzymhistochemische (TRAP, ALP) und immunhistochemische (PECAM) Untersuchungen in der Implantatperipherie vorgenommen. Durch ein Scoring wurde versucht, eine Quantifizierung der TRAP-positiven Zellen vorzunehmen. In diesem Scoring zeigte sich, dass nach 12 Wochen bei 2-mal verpresstem Werkstoff vermehrt TRAP-positive Zellen im Vergleich zu 6 Wochen nach der Implantation nachgewiesen wurden. 12 Wochen nach Implantation zeigte sich folgende quantitative Reihung: Mg-HA-Komposit > W4 2x verpresst > W4 1x verpresst. Diese Ergebnisse könnten ein möglicher Hinweis auf eine stimulierte Knochenbildung am Mg-HA-Komposit sein. Damit würden sich neue Impulse für die Modifikation von Magnesiumimplantaten für den Einsatz im muskuloskelettalen System ergeben.Link to publications or other datasets
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Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
