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Effekte sozialer Ausgrenzung auf die endokrine Stressreaktion

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Mangelnde soziale Unterstützung sowie soziale Ausgrenzung sind mit einer Reihe psychischer und körperlicher Erkrankungen assoziiert. Frauen scheinen diesbezüglich eine erhöhte Vulnerabilität aufzuweisen. Der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse vermag in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle zuzukommen. Die vorliegende Studie erfasst die Effekte einer vorangegangenen sozialen Ausgrenzung (Cyberball) auf die endokrine Stressantwort (Speichelcortisol) sowie die subjektive Befindlichkeit in Folge auf einen akuten Stressor. Probanden waren 34 weibliche und 33 männliche Studierende, die randomisiert auf drei Untersuchungsgruppen aufgeteilt wurden (explizite Ausgrenzung, Ausgrenzung aufgrund einer technischen Panne, normale Einbindung). Unmittelbar nach dem Spiel bekamen die Probanden die Aufgabe, eine öffentliche Rede vor einer Videokamera zu halten (Stressor). Soziale Ausgrenzung führt nicht zu einer Beeinflussung der subjektiven Befindlichkeit in Folge auf den Stressor, während sich hinsichtlich des Speichelcortisols signifikante Bedingung x Geschlecht sowie Bedingung x Geschlecht x Zeit-Interaktionen zeigen. Sozial ausgegrenzte Frauen weisen eine deutlich abgeschwächte Cortisolsekretion nach der Rede vor der Videokamera auf, während bei den sozial ausgegrenzten Männern die Cortisolreaktion im Mittelfeld liegt. Eine vorangegangene soziale Ausgrenzung führt bei Frauen zu einer unterdrückten Cortisolreaktion auf Stress, bei Männern hingegen nicht. Dieser Befund könnte eine Rolle spielen hinsichtlich der erhöhten Vulnerabilität gegenüber sozialen Stressoren und den damit assoziierten Gesundheitsstörungen, welche bei Frauen beobachtet werden.

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