Vergleich von prätherapeutischen skelettszintigraphischen Veränderungen und Therapieerfolg bei der Radiosynoviorthese der aktivierten Arthrose des Kniegelenkes

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In der vorliegenden Arbeit wurde der Zusammenhang zwischen verschiedenenprätherapeutischen skelettszintigraphischen Veränderungen und dem Erfolg der Radiosynoviorthese, die Schmerzlinderung, am Beispiel der aktivierten Arthrose des Kniegelenkes untersucht. Ziel der Arbeit war, den Faktor oder die Faktoren zu ermitteln, die den größten Einfluß auf den Therapieerfolg der Radiosynoviorthese bei der aktivierten Arthrose haben. Dadurch könnten die Patienten vor der Radiosynoviorthese besser vorselektioniert werden, um so den Therapieerfolg der Radiosynoviorthese bei der aktivierten Arthrose zu verbessern. Die Ergebnisse zeigten eine Schmerzlinderung von im Mittel 47,2% errechnet durch die Änderung des Medians des Schmerzindex vor und nach der Radiosynoviorthese. Es kam bei etwa 45% der Kniegelenke zu einer Schmerzreduktion von 50-100%. Somit fand sich ein guter Erfolg der Radiosynoviorthese. Zwischen dem Abstand der Kontrolluntersuchung zur Radiosynoviorthese und der Schmerzlinderung durch die Radiosynoviorthese zeigte sich kein Zusammenhang (r = 0,02, p = 0,85). Bei Vorliegen eines Erfolges hat das gute Ergebnis somit bis zu 3 Jahre nach der Radiosynoviorthese angehalten. Im ersten Abschnitt der Arbeit wurde das Ausmaß der Synovialitis in der Weichteilphase und der knöchernen Mehrbelegung in der Skelettphase im betroffenen Kniegelenk quantitativ ermittelt. Der Zusammenhang dieser errechneten Aktivitätsquotienten aus der Weichteilphase (AQ-W) und aus der Skelettphase (AQ-S) mit der Schmerzlinderung durch die Radiosynoviorthese wurde mittels demRangkorrelationskoeffizienten nach Spearman überprüft. Zusätzlich wurde noch die Summe der Aktivitätsquotienten aus der Weichteil- und Skelettphase (AQ-W+S) und der Quotient der Aktivitätsquotienten (AQ-W/S) in der Auswertung miteinbezogen. Es zeigte sich nur eine schwache, überwiegend negative Korrelation von - 0,3 bis 0,19 zwischen den Aktivitätsquotienten und der Schmerzlinderung, wobei nur beim Aktivitätsquotienten aus der Skelettphase und der Summe der Aktivitätsquotienten ein statistisch signifikantes Ergebnis zu ermitteln war (p < 0,01). Somit ist das Ausmaß der Synovialitis in der Weichteilphase bzw. der knöchernen Mehrbelegung in der Skelettphase im prätherapeutischen Skelettszintigramm nicht der ausschlaggebende Faktor bei der Beurteilung des Therapieerfolges derRadiosynoviorthese. Im zweiten Abschnitt der Arbeit wurden die 3 visuell im prätherapeutischen Skelettszintigramm ermittelten Faktoren mit der Schmerzlinderung verglichen. Bei den 3 Merkmalen handelt es sich einmal um die Aktivitätsbelegung in der Weichteilphase im Kniegelenk in Projektion auf die gelenknahen Knochen, die Aktivitätsbelegung des Fibulaköpfchens des betroffenen Kniegelenkes in der Skelettphase als Hinweis auf einer Arthrose im Fibulaköpfchen und die Nuklidbelegung der Patella des betroffenen Kniegelenkes in der Skelettphase als Zeichen einer Retropatellararthrose.Der Einfluß dieser 3 Faktoren wurde mittels einer multifaktoriellen Kovarianzanalyse auf den Erfolg der Radiosynoviorthese untersucht. Der Abstand der Kontrolluntersuchung zur Radiosynoviorthese wurde als Kontrollvariable in Form einer logarithmischen Transformation in der Auswertung mitgeführt. Ein statistisch signifikantes Ergebnis ergab sich bei der Aktivitätsbelegung in der Weichteilphase in Projektion auf die gelenknahen Knochen (p < 0,05). In der Gruppe mit einer Mehranreicherung in der Weichteilphase in Projektion auf die gelenknahen Knochen (Weich+) lag die Schmerzlinderung im Mittel nur bei 22,4% und in der Gruppe Weich - fand sich jedoch eine Schmerzlinderung von im Mittel 79%. Somit zeigte sich ein deutlich besserer Erfolg der Radiosynoviorthese in der Gruppe Weich -.Bei der Beurteilung des Einflusses der Aktivitätsbelegung des Fibulaköpfchens und der Patella in der Skelettphase auf das Therapieergebnis fand sich kein statistisch signifikantes Ergebnis.Insgesamt zeigen diese Ergebnisse, daß die Aktivitätsmehrbelegung in Projektion auf die gelenknahen Knochen in der Weichteilphase den entscheidenden Einfluß auf den Therapieerfolg der Radiosynoviorthese bei der aktivierten Arthrose des Kniegelenkes besitzt. Dies hat zur Folge, daß in der Gruppe mit diesem Merkmal die Entscheidung zur Radiosynoviorthese sehr streng getroffen bzw. die Möglichkeit einer TEP frühzeitig diskutiert werden sollte.Bei der Aktivitätsbelegung des Fibulaköpfchens scheint auch der Trend vorzuliegen,daß sie einen negativen Effekt auf den Therapieerfolg haben könnte (p < 0,09). Hier muß in weiteren Studien überprüft werden, in wieweit eine Radiosynoviorthese des Fibulaköpfchens zusätzlich zur Radiosynoviorthese des Kniegelenkes die Ergebnisse verbessern kann. Die Mehranreicherung der Patella bzw. die Retropatellararthrose scheint keinen negativen Effekt auf das Therapieergebnis zu haben, somit ist dieserFaktor kein Hindernis bei der Entscheidung zur Radiosynoviorthese desKniegelenkes bei der aktivierten Arthrose.

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