Reaktion von zweiwertigem und vierwertigem Zinnfluorid mit Zahnhartsubstanzen : eine In-vitro-Studie

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Ziel der Untersuchung war es zu prüfen, ob Unterschiede in der Fluoridaufnahme und Retention in Schmelz und Dentin nach Behandlung einer Original Sn(II)- oder inaktivierten Sn(IV)-haltigen AmF/SnF2 Mundspüllösung (250 ppm F¯) bestehen. Hierfür wurden jeweils aus 42 chirurgisch entfernten Weisheitszähnen 2 Schmelz- und 2 Dentinproben mit einem Hohlzylinderbohrer gewonnen. Unter Aussparung der Oberseite wurden die Proben dann mit Gusswachs ummantelt und die aus einem Zahn stammenden Proben wurden so verteilt, dass jeweils eine Schmelz- und Dentinprobe mit der unverdünnten Original Sn(II)-haltigen AmF/SnF2 Mundspüllösung, die Gegenstücke aus dem gleichen Zahn mit der inaktivierten Sn(IV)-haltigen Mundspüllösung behandelt wurden. Die Proben wurden gleichzeitig an fünf aufeinenderfolgenden Tagen zweimal täglich in einem Abstand von 6 Stunden für eine Minute der entsprechenden Mundspüllösung zugeführt (3 ml pro Probe) und nach jeder Behandlung in künstlichem Speichel gelagert. Kontroll-, Schmelz- und Dentinproben wurden entsprechend mit Aqua dest. behandelt. Nach der letzten Applikation der Mundspüllösungen (0 Stunden) und nach weiteren 6 bzw. 24 Stunden Lagerung im künstlichem Speichel wurden jeweils 12 Proben entnommen und die Konzentration an KOH-löslichem und fest gebundenem Fluorid bestimmt. Die Analyse des KOH-löslichen Fluorids erfolgte nach der Methode nach Caslavska et al. (1975). Für die Bestimmung des fest gebundenen Fluorids wurde von jeder Probe mit der Mikrodrilltechnik eine 100 µm Schicht abgeschliffen. Nach entsprechender Vorbereitung des Schmelz- und Dentinstaubes wurde der Fluoridgehalt schließlich mit einer ionenselektiven Fluoridelektrode ermittelt. Bei allen fluoridierten Proben zeigte sich ein Gehalt an KOH-löslichem Fluorid, welcher gegenüber den Kontrollproben hoch bis höchst signifikant erhöht war. Hierbei waren die Werte für die jeweilige Versuchskonstellation (0 Stunden, 6 Stunden, 24 Stunden) bei den Schmelzproben immer den Werten der Dentinproben überlegen. Ebenso zeigte die Behandlung mit der Original Sn(II)-haltigen Mundspüllösung eine höchst signifikante Überlegenheit gegenüber der Behandlung mit der inaktivierten Sn(IV)-haltigen Mundspüllösung sowohl beim Schmelz als auch beim Dentin. Beim fest gebundenen Fluorid zeigte sich bei allen fluoridierten Proben ein gegenüber den Kontrollproben erhöhter Fluoridgehalt. Nur tendenziell zeigte sich eine höhere Fluoridaufnahme nach Behandlung mit Original AmF/SnF2 Mundspüllösung gegenüber der inaktivierten Mundspüllösung.Die Resultate zeigen, dass es nach Applikation einer zweiwertigen Zinn enthaltenden AmF/SnF2 Mundspüllösung im Gegensatz zu der Applikation einer vierwertigen Zinn enthaltenden Mundspüllösung zu einer wesentlich höheren Ausbildung an KOH-löslichem Fluorid kam. Dieses Ergebnis ist neu und kann daher nur schwer interpretiert werden. Insgesamt bestätigt sich aber die Vermutung, dass die Stabilisierung des Zinns nicht nur Einfluss auf die antimikrobiellen Eigenschaften einer Zinnfluorid enthaltenden Mundspüllösung, sondern auch auf die Verfügbarkeit des Fluorids hat.

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