Phosphorylcholin-Modifikationen an Proteinen und Glycosphingolipiden spielen eine entscheidende Rolle für die Fähigkeit vieler Nematoden das menschliche Immunsystem zu modulieren und lange Zeit im Wirt zu persistieren. Dies führt zu einer Vielzahl chronischer Erkrankungen wie z.B. Onchozerkose oder Elephantiasis, aber auch zu einem verminderten Auftreten von Allergien oder autoimmunologischen Erkrankungen. Zur Erforschung der zugrundeliegenden Mechanismen ist C. elegans ein ausgezeichneter Modellorganismus.In dieser Arbeit wurde eine Methode zum Screening von RNAi-Knockdowns in C. elegans etabliert. Es soll eine quantitative Bestimmung des PC-Gehaltes gegenüber dem Housekeeping-Antigen Ubiquitin für jeden RNAi-Stamm ermöglicht werden, um den möglichen Knockdown einer PC-Transferase oder anderer, bisher unbekannter, am PC-Stoffwechsel beteiligter, Enzyme zu erkennen. Die Identifizierung solcher Enzyme wäre ein wichtiger Ansatzpunkt für die Entwicklung von Medikamenten gegen Nematodeninfektionen.Für das Hochdurchsatzscreening wurden die Abläufe von der Aufzucht der Würmer, über deren Synchronisation und Lyse, bis hin zu einem ELISA optimiert. Ubiquitin wurde als House-Keeping-Antigen, ein Phosphatpuffer als Bindungspuffer und The Blocking Solution als Blockierlösung ausgewählt und experimentell bestätigt. Durch die Verwendung eines Pipettierroboters wurden der Zeitaufwand minimiert und gleichzeitig große Kapazitäten für ein RNAi-Screening geschaffen.Das prinzipielle Funktionieren der Methode wurde durch den Nachweis einer Ubiquitin-Hydrolase bestätigt.
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