Charakterisierung von Patienten mit chronisch thromboembolischer pulmonaler Hypertonie im Vergleich zur pulmonalen Hypertonie anderer WHO-Klassifikation mittels Dual Energy Computertomographie
Ziele:Ziel war die Evaluation der Dual Energy Computertomographie (DECT) und ihrer Rekonstruktionen bei der Diagnosefindung der pulmonalen Hypertonie (PH), sowie die visuelle und quantitative Charakterisierung von Milchglastrübung als spezifisches Zeichen für chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH).Material und Methoden: Insgesamt wurden 39 Patienten mit PH mittels DECT bei 80 und 140 kV untersucht, davon 20 mit CTEPH (8 m,12 w,64 +/- 11 J.) und 19 mit PH (10 m,9 w,69 +/- 10 J.). Die Rekonstruktionen waren eine Darstellung des pulmonalen Blutvolumens und ein virtueller Nativ-Datensatz.Es wurde die Ausdehnung und Ausprägung von Milchglastrübung, sowie die Perfusion in den Datensätzen visuell beurteilt und der jeweilige Punktewert für Ausdehnung (0-4) und Ausprägung (0-3) zu einem Gesamtscore addiert. Die quantitative Beurteilung erfolgte durch Messung von Hounsfield-Einheiten (HE) in hypodensen und hyperdensen Bereichen.Ergebnisse:Beim Vergleich der verschiedenen Rekonstruktionen konnten Perfusionsdefekte, sowie hyperperfundierte Areale genau zugeordnet werden. Die Scores lagen bei CTEPH im Bereich der Ausdehnung mit 15 rechts und 14 links wesentlich höher als bei PH mit 6 rechts und links. Bei der Ausprägung zeigten sich höhere Scores mit 11 rechts und 10 links bei CTEPH im Vergleich zu 4 rechts und links bei PH. Die Messung der HE zeigte in allen Rekonstruktionen in allen hypodensen Bereichen, sowie in den hyperdensen Bereichen der linken Seite der konventionellen CT und beidseits bei den Datensätzen des pulmonalen Blutvolumens signifikante Unterschiede. Schlussfolgerung:Die Rekonstruktionen bieten die Möglichkeit eines beträchtlichen Gewinnes an Mehrinformation mit dem Ziel der früheren Diagnosefindung der CTEPH mit geringfügiger Erhöhung der Strahlendosis und Einsparung von Zeit, Kosten und Arbeitsaufwand. Die Zusammenschau der Rekonstruktionen erlaubt es Milchglastrübung als spezifisches Zeichen von CTEPH zu bewerten.
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