Evaluation der sonographischen Appendizitis-Diagnostik bei Kindern : Eine Qualitätsmanagement-orientierte Studie
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Zusammenfassung
Diese Studie analysiert den Stellenwert der sonographischen Diagnostik bei Kindern, die sich im Zeitraum von zwei Jahren mit Verdacht auf Appendizitis in der Kinderklinik Gießen befanden und dort sonographisch untersucht wurden.Dazu wurden 1791 Patientenakten retrospektiv ausgewertet, wobei eine besondere Gewichtung der Auswertung auf Aspekten des Qualitätsmanagements lag.Von den 1791 Patienten konnten 769 Patienten lückenlos und detailliert ausgewertet werden, die zum Teil unzureichende Dokumentation der anderen Patienten erlaubte eine Auswertung von Teilaspekten. Die Ultraschalluntersuchungen wurden mit Hilfe der graded compression Technik und Tissue Harmonic Imaging durchgeführt.Von diesem Patientenkollektiv bedurften 666 (86,6%) nur einer sonographischen Untersuchung, bis eine Diagnose durch radiologische oder klinische Untersuchung erfolgte.Die Ultraschalluntersuchung lieferte in dieser Arbeit ein falsch negatives Ergebnis bezüglich der Diagnostik bei Verdacht auf Appendizitis, jedoch konnte bei 329 (42,8%) der Untersuchungen keine eindeutige Aussage getroffen werden, ob eine Appendizitis vorlag oder nicht.Die Sensitivität der Untersuchung betrug 85,5%.Als Fehlerquellen der Methode fanden sich Meteorismus, Obstipation und eine vollständig entleerte Harnblase als die häufigsten Ursachen.Eine Mehrzahl der Patienten von 731 (95,1%) wurde bereits am Tag der Aufnahme sonographisch untersucht.Die Dauer des stationären Aufenthaltes verlängerte sich nicht durch wiederholte sonographische Untersuchungen.Nur bei 24 Patienten wurde eine weitere Bildgebende Diagnostik veranlasst, lediglich in einem Fall konnte diese zur ursächlichen Abklärung der abdominellen Symptomatik beitragen.Mit Hilfe dieser Studie konnte gezeigt werden, dass die Sonographie ergänzend zur Klinik eine nützliche und kosteneffektive Methode darstellt und eine weiterführende radiologische Diagnostik wie Magnetresonanztomographie oder Computertomographie keinen bedeutsamen Informationszugewinn erbringt und damit besonderen Fragestellungen vorbehalten bleiben wird.Darüber hinaus ließ sich darstellen, dass Ultraschalluntersuchungen bei Verdacht auf Appendizitis nicht zu einer verzögerten Diagnostik und damit auch nicht zu einer verzögerten Therapieentscheidung führen.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
