Untersuchung zur Assoziation der Chymase A(-1903)G Genvariation zur Koronaren Herzkrankheit und zum Myokardinfarkt
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Zusammenfassung
Das Renin-Angiotensin-System spielt bei der Entstehung und Progression der Koronaren Herzkrankheit (KHK) eine wichtige Rolle. Als pathogenetisch wirksame Substanz konnte das Angiotensin II nachgewiesen werden, das nicht nur durch das Angiotensin I-Converting Enzym, sondern auch durch die Serinprotease Chymase (CMA) gebildet wird. Es sollte daher der Zusammenhang zwischen dem CMA A(-1903)G Genpolymorphismus und dem Risiko und Schweregrad der KHK sowie dem Risiko des Myokardinfarktes an einer Studienpopulation von 2514 männlichen Patienten, deren Koronarstatus mit Hilfe der Koronarangiographie bestimmt worden war, untersucht werden. Beziehung zwischen dem Chymase A(-1903)G Genpolymorphismus und dem Risiko und Schweregrad der Koronaren Herzkrankheit: In der Gesamtpopulation ergab sich kein statistischer Zusammenhang zwischen den A- bzw. G-Allelfrequenzen und dem Risiko und Schweregrad der KHK. Nur in der Niedrigrisiko-Gruppe der Nichtraucher hatten die G-Allelträger ein signifikant höheres Risiko als die AA-Homozygoten, an einer KHK zu erkranken. Beziehung zwischen Chymase A(-1903)G Genpolymorphismus und dem Myokardinfarktrisiko: Es wurde keine Assoziationen zwischen den Genotypen des Chymase A(-1903)G Genpolymorphismus und dem Myokardinfarktrisiko gefunden. Diese Beobachtung wurde in der Gesamtpopulation und in Niedrig- und Hochrisiko-Gruppen gemacht. Schlußfolgerung: Da eine Assoziation zwischen dem Chymase A(-1903)G Genpolymorphismus und der ischämischen Herzerkrankung nur in einer Niedrigrisiko-Gruppe beobachtet werden konnte, ist die Schlußfolgerung nahe liegend, daß diese Genvariation für die Koronare Herzkrankheit und deren Komplikationen keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielt.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
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Anmerkungen
Erstpublikation in
Atherosclerosis, 150 (2000), S. 445-446
