Oberflächenqualität von Klasse V Kompositfüllungen in Abhängigkeit von der klinischen Verweildauer

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Ziel der vorliegenden klinischen Studie war die Untersuchung der Füllungsoberfläche von drei unterschiedlichen Kompositmaterialien im Zahnhalsbereich unmittelbar nach Legen der Füllung und nach einer klinischen Verweildauer von einem Jahr. Die in dieser Studie verwendeten Kompositmaterialien waren zwei Nanopartikel-Komposite, Filtek Supreme XT Flowable Restorative und Filtek Supreme XT body sowie das Feinpartikel-Hybridkomposit Filtek Z250.Das Vorliegen von drei zu behandelnden Zahnhalsdefekten bei einem Patienten führte zum Einschluss in die Studie. Die Klasse-V-Kavitäten wurden mit je einem Füllungsmaterial der drei zu untersuchenden Komposite versorgt. Insgesamt wurden 72 Füllungen gelegt.Die Ausarbeitung der Füllungen erfolgte mit einem flammenförmigen Hartmetallfinierer, die Politur mit Hilfe von Sof-Lex Scheiben in drei Polierstufen.Zur Untersuchung der Füllungsoberflächen wurden Replikaabformungen unmittelbar nach Politur (Baseline) und nach einjähriger Gebrauchsperiode (Recall) genommen und Prüfkörper der Füllungsoberflächen aus Epoxidharz hergestellt.Es folgte die quantitative Evaluierung der Füllungsoberflächen mit dem elektronischen Tastschnittverfahren. Dabei wurden die Parameter Ra, Rz und LR ermittelt.Anschließend wurden die Proben zur qualitativen Untersuchung im Rasterelektronenmikroskop beurteilt. Bei 200facher Monitorvergrößerung erfolgte im paarweisen Vergleich der Baselineaufnahme zur Recallaufnahme die Untersuchung der Oberflächen. Dabei wurden Veränderungen hinsichtlich der Bearbeitungsspuren, der Oberflächenfeinstruktur und vorhandener Porositäten evaluiert. Bei 1500facher Monitorvergrößerung wurde zusätzlich die Oberflächenfeinstruktur untersucht. Die qualitative Evaluierung wurde durch zwei unabhängige Untersucher nach vorheriger Kalibrierung vorgenommen. Die statistische Auswertung der Daten erfolgte durch die einfaktorielle Varianzanalyse (Anova), Tukey-HSD und dem T-Test für verbundene Stichproben.Bezüglich der gemessenen Parameter Ra, Rz und LR wurden keine signifikanten Un-terschiede zwischen den Kompositen nach initialer Politur festgestellt. Die Werte für den arithmetischen Mittenrauwert Ra lagen zwischen 0,99 µm und 1,11 µm. Nach einjähriger Gebrauchsperiode konnten bei allen Kompositoberflächen höhere Werte für Ra ermittelt werden (Ra2= 1,10 1,15 µm). Diese Zunahme der Oberflächenrauigkeit war allerdings in geringem Maße und nicht signifikant. Darüber hinaus konnten keine statistisch signifikanten Unterschiede in der Oberflächenqualität zwischen den drei verwendeten Kompositwerkstoffen nach einjähriger Gebrauchsdauer festgestellt werden.Bei der Beurteilung der rasterelektronischen Aufnahmen konnten Veränderungen der Oberflächenbeschaffenheit bei allen Kompositen nach einjähriger Gebrauchsperiode beobachtet werden. Eine Abnahme der Bearbeitungsspuren wurde bei der Mehrzahl aller Kompositoberflächen festgestellt (43,5 -56,3%). Gegenüber den beiden Nanopartikel-Kompositen zeigte das Feinpartikel-Hybridkomposit die geringsten Oberflächenveränderungen im Vergleich der Baseline- zu den Recallaufnahmen.Beobachtet werden konnten das Verschwinden einer Schmierschicht nach initialer Politur und das Hervortreten des Kompositgefüges nach der einjährigen Gebrauchsperiode.Aus den Ergebnissen kann gefolgert werden, dass nahezu gleiche Rauigkeitswerte nicht das Ergebnis gleicher Oberflächen sein müssen. Das freigelegte Kompositgefüge entsprach in seinem profilometrischen Ergebnis der initial gemessenen, polierten Oberflächenstruktur. Dies zeigt die wesentliche Bedeutung rasterelektronenmikroskopischer Untersuchungen von Kompositoberflächen neben rein messtechnisch erfassten Ergebnissen.Alle drei verwendeten Komposite haben sich klinisch für die Verwendung als Werkstoff in Klasse-V-Kavitäten nach den Ergebnissen der vorliegenden Studie bewährt. Die geringen Veränderungen in der Oberflächenbeschaffenheit des Feinpartikel-Hybridkomposits lassen eine eventuell längerfristige Stabilität gegenüber den Nanopartikel-Kompositen unter klinischen Bedingungen vermuten. Jedoch sollten die Ergebnisse der vorliegenden Studie durch weitere Untersuchungen erhärtet werden.

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