Untersuchungen zur Pathogenität, Replikationsfähigkeit und Fremdgenexpression rekombinanter porziner Coronaviren (r-TGEV)
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1. In der Literaturübersicht werden Vorkommen, pathologisch-morphologische und ultrastrukturelle Veränderungen sowie pathophysiologische Zusammenhänge bei der Transmissiblen Gastro-enteritis (TGE) der Schweine besprochen. Nach einem allgemeinen Überblick über das Transmissible Gastroeneteritis Virus (TGEV) werden seine molekularbiologischen Eigenschaften einschließlich der Morpho-genese und die Vorteile coronaviraler Vektorsysteme beschrieben. 2. Die nach In-vitro-Kultur von PUR46MAD (TGEV) erhaltenen Virustiter lagen höher als bei den rekombinanten TGEV (r-TGEV) mit zusätzlichen Restriktionsendonuklease-Spaltstellen oder den Delta7-Deletionsmutanten. Des Weiteren besaßen die Plaques einen mittleren Durchmesser von 1 mm bei TGEV-PUR46MAD, während bei allen r-TGEV 3 mm beobachtet wurden. 3. Nach oronasaler Inokulation mit r-TGEV-Sc11, als auch r-TGEV-Sc11 mit zusätzlichen Restriktionsendonuklease-Spaltstellen und den Delta7- Deletionsmutanten entwickelten Saugferkel das klinische und morphologische Bild einer TGE. Die Delta7-Deletionsmutanten replizierten sich vergleichsweise sehr gering in der Lunge. Offenbar beeinflusst deshalb das Gen 7 den Tropismus von TGEV. 4. Trotz effizienter Replikation der Delta7-Deletionsmutante r-TGEV-Delta7 besitzt diese eine geringere Virulenz, die sich durch eine höhere Überlebensrate, fehlende hämatologische Veränderungen, geringere sekundäre bakterielle Besiedlung und eine raschere Erholung der Ferkel nach der Infektion äußerte. Die r-TGEV-Isolate kennzeichneten eine hohe Stabilität nach einmaliger Tierpassage. 5. Die intestinalen M-Zellen des Dünndarms wurden immunhistologisch durch Markierung mit Zytokeratin 18 dargestellt. In Einzelfällen fand sich TGEV-Antigen in Anti-Zytokeratin 18-positiven Zellen des Follikel-assoziierten Epithels. 6. Absatzferkel im Alter von 14 Tagen zeigten nach Inokulation mit 1 x 108 PFU von r-TGEV-Sc11-RS(6d) über 3 Wochen keine klinischen Symptome, während Saugferkel frühzeitig TGE entwickelten. Vielmehr bildeten die Absatzferkel Antikörper gegen TGEV. 7. Mittels r-TGEV-Sc11 konnte nach Austausch der coronaviralen Nichtstrukturgene 3a und 3 b das Fremdgen VP1 des Maul- und Klauenseuche Virus (MKSV) in ST606-Zellkultur exprimiert und immunzytologisch nachgewiesen werden. In Saugferkeln war es jedoch nicht möglich, VP1 in den infizierten Darmabschnitten nachzuweisen. Weiterhin kam es nicht zu einer belastbaren Immunität gegenüber MKSV.Link to publications or other datasets
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Giessen : VVB Laufersweiler 2006
