DSG 4 stellt eine einfache und von jedermann zu bedienende Weiterentwicklung der Zahnfarbbestimmung dar. Es ist möglich, nahezu beliebig viele Stellen eines Zahnes zu untersuchen. Die gewonnenen Messwerte werden übersichtlich auf einem Messprotokoll aufgeführt und optimieren die Kommunikation zwischen Zahnarzt und Zahntechniker.Die herkömmliche Methode der Zahnfarbbestimmung zeigt, dass es große individuelle Unterschiede zwischen einzelnen farbbestimmenden Untersuchern gibt. Da das Farbensehen, das Farbempfinden und der Farbvergleich individuell unterschiedlich ausgeprägt sind, werden für einen Zahn mehrere verschiedene Farboptionen angegeben. Dies zeigt auch der Vergleich der bestimmten Farben zwischen den Geschlechtern, bzw. zwischen Untersucherkollektiven verschiedener Gruppen wie Studenten des 8. und 9. Semesters, Zahnarzthelferinnen und Zahnärzten. Dieses Problem der individuell unterschiedlich ausgeprägten Farbwahl wird mit Hilfe von DSG 4 nahezu umgangen.
DSG 4 arbeitet unabhängig von Umgebungseinflüssen, auch Unterschiede durch die messenden Personen sind nur marginal nachweisbar. Besonders für Behandelnde, die in ihrer Farbwahl unsicher oder farbfehlsichtig sind, ist somit DSG 4 ein geeignetes Hilfsmittel. Für wissenschaftliche Studien, in denen Wert auf eine hohe Reproduzierbarkeit der erhobenen Daten gelegt wird, ist DSG 4 besser geeignet, als ein farbbestimmendes Probandenkollektiv.
Abschließend soll noch angemerkt werden, dass während der Versuche festgestellt werden konnte, dass die Verwendung von DSG 4 nicht unbedingt einen Zeitgewinn darstellt. Außerdem ist die Anschaffung eines solchen Gerätes mit einem erheblichen Kostenaufwand verbunden.
Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen