Systemisch messbare Parameter zur Detektion des TH1/TH2-Shifts bei HIV-Infektion
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Abstract
In der vorliegenden Arbeit wurden von 13 Patienten mit HIV-Infektion 3 Blutproben im Abstand von jeweils sechs Monaten gewonnen. Im daraus gewonnenen Serum wurden einige ausgewählte Parameter bestimmt, mit deren Hilfe eine Aussage über das Verhältnis von T-Helferzellen des Typs 1 zum Typ 2 ermöglicht werden sollte. Da sich diese beiden T-Helferzelltypen nicht morphologisch, sondern durch das Muster der sezernierten Zytokine unterscheiden, schien die Etablierung von Surrogatmarkern für den jeweiligen Subtyp sinnvoll. Gemessen wurden die Serumkonzentrationen von Neopterin und löslichem Interleukin 2 Rezeptor als Marker der TH1-Population, löslichem CD23 als Marker der TH2 Population und CD4+ T-Lymphozyten. Überprüft wurde die Frage, ob ein Anstieg der TH2 Marker von einem gegensinnigen Verhalten der TH1 Marker begleitet wird und umgekehrt und somit der TH1/TH2-Switch mittels Serumparametern zu detektieren ist. Weiterhin wurde der Frage nachgegangen, ob dieser Switch in Zusammenhang mit der Konzentration der CD4+ T-Lymphozyten steht. Die Untersuchung erbrachte folgende Ergebnisse: Statistisch signifikant war eine negative Korrelation zwischen sCD23 (TH2) und sIL2R und Neopterin (TH1) zwischen den Zeitpunkten 2 und 3.Dies entspricht der Erwartung gegensinniger Verläufe der TH1- und TH2-Marker und kann somit als Indiz für das Stattfinden und die Nachweisbarkeit im Serum des TH1/TH2-Switch angesehen werden. Ebenfalls statistisch signifikant ist die negative Korrelation zwischen der Konzentration der T-Helferzellen und sIL2R (TH1). Somit ist ein Absinken der T-Helferzellen vergesellschaftet mit einem Anstieg des TH1-Markers sIL2R.
