alpha-2-Makroglobulin (a2M) ist ein Akut-Phase-Protein, welches bei Gewebsschädigung, z.B. bei Inflammation, Myokardinfarkt oder malignen Neoplasien, vermehrt im Blutplasma vorkommt. In dieser Arbeit wurde die Wirkung von a2M auf die Vaskulogenese in embryonalen Stammzellen (ES-Zellen) der Maus untersucht.Als Modell wurden embryoid bodies (EBs) verwendet, die aus ES-Zellen gezüchtet werden. Die Untersuchungen zur Proteinexpression und Proteinphosphorylierung wurden mit Hilfe immunhistochemischer Färbungen und Laserrastermikroskopie durchgeführt.Dabei konnte gezeigt werden, dass a2M die Vaskularisation der EBs stimuliert. Die Expression des Endothelzellmarkers CD31, wie auch die CD31-positiven Areale der EBs waren signifikant erhöht. In Folgeuntersuchungen wurde auch der Signaltransduktionsweg für diesen Effekt geklärt: eine Präinkubation mit einem Antikörper gegen den a2M-Rezeptor LRP-1 inhibierte die Wirkung von a2M, was auf eine Beteiligung dieses Rezeptors schließen lässt. Nach Inkubation von embryoid bodies mit a2M konnte die Aktivierung der ERK 1/2-Signalkaskade und der PI3-Kinase-Signalkaskade gezeigt werden. Weiterhin wurde die Aktivierung von eNOS und damit erhöhte p-eNOS Konzentration, wie auch eine erhöhte intrazelluläre NO-Generierung, nachgewiesen. Schließlich konnte auch eine vermehrte bFGF-Expression gezeigt werden.Die a2M-induzierte Vaskulogenese wurde jeweils gehemmt durch die Präinkubation mit PD98059, einem ERK 1/2-Inhibitor, mit LY294002, einem PI3-Kinase-Inhibitor, mit L-NAME, einem eNOS-Inhibitor und mit SU5402, einem Inhibitor des bFGF-Signalweges. Eine Auswirkung von a2M auf VEGF, HIF-1a und MAP p38 konnte dagegen nicht nachgewiesen werden. Eine vermehrte Expression von Ki67 in HUVEC konnte nicht gezeigt werden, was darauf hinweist, dass es sich bei der a2M-induzierten Vaskularisierung um den Effekt der Vaskulogenese handeln könnte.Diese Ergebnisse zeigen, dass a2M die Vaskulogenese in embryonalen Stammzellen der Maus über LRP-1, die Aktivierung von ERK 1/2, PI3-Kinase, eNOS, NO und schließlich über eine erhöhte Expression von bFGF induziert.
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